Robertson holt die Triple Crown

9 Dez

Tja, wer ist denn nun der beste Snooker-Spieler der Welt? Ding Junhui, der zuletzt drei Turniere gewinnen konnte? Oder ist es Ronnie O’Sullivan, der Sieger beim Champion of Champions? Vielleicht aber auch Neil Robertson, der sich mit dem Sieg bei den UK Championship die Triple Crown gesichert hat.

Der Australier gewann in einem packenden Finale mit 10:7 gegen Mark Selby, der nach der ersten Session und einer zwischenzeitlichen 5:1-Führung wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Gut, beim 5:3 konnte der objektive Zuschauer das Gefühl bekommen, hier geht noch was. Zwei Frames zuvor lag Robertson förmlich am Boden.

Neil Robertson siegt bei den UK Championship

Neil Robertson siegt bei den UK Championship

Um die 70 Prozent Lochquote und die langen Bälle gingen meterweit an den Taschen vorbei. Aber er ist nicht umsonst die Nummer eins der Welt und hat auch nicht wegen diverser Zufälle die Weltmeisterschaft sowie das Masters gewonnen. Natürlich gehört auch Glück dazu. Erinnern wir uns an Frame 16, als Selby nur Schwarz lochen musste, um zum 8:8 auszugleichen.

Er verschoss und das Unglück für ihn nahm seinen Lauf. Dennoch, wenn wir bei der Ausgangsfrage sind, wer denn nun der beste Spieler der Welt ist, gibt es einfach keine klare Antwort. Sicher ist nur, auch Robertson gehört dazu. Nach einem 1:5 so den Schalter umzulegen und den Gegner praktisch in Grund und Boden zu spielen, das schaffen nicht viele Spieler.

Und wenn der Gegner dann noch Mark Selby heißt, dann ist dies eine Meisterleistung. Denn der Jester from Leicester ist der vielleicht härteste Gegner – wenn wir über Matchplay sprechen -, den es zu besiegen gilt. Seine 147 gegen Ricky Walden war zudem eine Augenweide, gleichzeitig hat man aber auch gesehen, dass er Probleme im Breakbuilding hat, zu oft eine zweite Chance braucht.

Natürlich kompensiert er das durch seine taktische Brillanz, allerdings – um nochmals auf den ersten Punkt zu kommen – fehlen ihm so noch ein paar Prozentpunkte, um zu den drei Top-Spielern aufschließen zu können. Und die sind für mich Ding Junhui, O’Sullivan und eben Robertson. Vor einigen Wochen hätte man Ding den WM-Titel schon geben können.

Seine Dominanz war erschreckend. Spielen konnte er auch schon vor Jahren, nun hat er seine Nerven in einen Titanmantel gepackt. Neil Robertson hatte schon immer ein Händchen für Finals, ist zudem einfach der beste Long-Potter der Tour. Zu Ronnie O’Sullivan muss man glaube ich keine weiteren Worte verlieren – er hat Snooker im Blut.

Selby ist sicherlich kein Spieler, der gegen diese drei Gegner ohne Chance ist. Aber Selby, Judd Trump, Stuart Bingham und wie sie alle heißen, liegen meiner Meinung nach eben noch ein Stück hinter diesen drei Spielern und schon jetzt würde ich eine Wette eingehen, dass der künftige Weltmeister Ding Junhui, Neil Robertson oder Ronnie O’Sullivan heißt.

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