Mark Allen siegt in Mühlheim

8 Okt

Die RWE-Arena in Mühlheim war also der Austragungsort für die Ruhr Open im Rahmen der europäischen Snooker Tour und Mark Allen durfte sich als erster Sieger in die Geschichtsbücher schreiben. Um es vorweg zu nehmen, nicht nur im asiatischen Raum ist Snooker weiter auf dem Vormarsch, auch in Deutschland zeigten die Fans erneut, dass der Weg für die Profis sich lohnt.

Wie auch beim German Masters in Berlin gibt es gut 2.500 Plätze zu vergeben, das Highlight waren dabei sicherlich die elf Tische, an denen gespielt wurde. Ich finde schon Berlin ist eine großartige Location, denn man hat als Zuschauer alle Tische weitestgehend im Blick, kann durch den Rundlauf jederzeit die Plätze wechseln – natürlich nur, wenn Plätze frei sind.

Und die Weltspitze war auch fast ausnahmslos vertreten, lockten so Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet an. Selbst aus der Schweiz soll ein Team vor Ort gewesen sein, um Bilder und Beiträge zu machen. Das Niveau war auch beachtlich, auch wenn der Sieg von Allen im Finale über Ding Junhui vorhersehbar war.

Mark Allen siegte in Mühlheim

Mark Allen siegte in Mühlheim

Denn der Chinese hatte nach seinem Halbfinale eine knappe Stunde Zeit, um sich zu regenerieren. Allen durfte sich länger entspannen, wirkte so auch frischer. „Nach meinem Halbfinale konnte ich mir eine Pause gönnen“, so Allen. „Ding hatte ein sehr langes Match zu absolvieren und daher war er wohl nicht so frisch.“

Wobei der Nordire auch gerne am Druck scheitert. Allerdings meinte Allen auch, dass er nicht mit einem Erfolg gerechnet habe. Doch die Arbeit mit Coach Terry Griffiths habe ihm sehr geholfen. „Es ist eine große Sache, hier gewonnen zu haben. Gerade wenn ich mir meine Form der letzten Monate ansehe“, bestätigte Allen.

„Terry Griffiths hat großen Anteil an diesem Erfolg. Wir haben die letzte Woche hart gearbeitet und ein paar Veränderungen an meiner Technik vorgenommen und dazu hat er mir geholfen, etwas mehr Positiv an die Aufgabe zu gehen. Von daher werden wir weiter arbeiten und ich hoffe, dass es sich bei den kommenden Turnieren auszahlt.“

Ich denke, die Technik-Frage stellt sich nicht unbedingt, denn Allen war immer ein Spieler, der über eine ganz hervorragende Technik verfügt. Manchmal geht er ein zu großes Risiko, lässt sich zudem leicht von seiner Stimmung beeinflussen. Wobei seine wirklich depressive Phase wohl vorbei ist. Sein Spiel war schon immer eine Augenweide, einzig die Konstanz war mangelhaft.

Es ist ähnlich wie bei Ronnie O’Sullivan oder auch Stephen Maguire finde ich. Wobei O’Sullivan vom Talent her oder den Möglichkeiten vielleicht eine Ausnahmestellung hat. Allen ist schon abhängig von seiner Laune. Ist diese gut, gewinnt er Turniere. Ist sie schlecht … Vielleicht haben auch die Rahmenbedingungen ihren Teil geliefert.

Denn die Stimmung in der Halle war sehr gut und es gab einmal mehr kaum Anlass zur Kritik. Sicher muss sich das gesamte Team noch einspielen, aber man darf davon ausgehen, dass Mühlheim auch im nächsten Jahr wieder Ausrichter des Turnier sein wird. „Das Publikum und die Atmosphäre waren brillant“, meinte auch Allen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: