Stephen Lee schuldig gesprochen

16 Sep

Nun ist es also soweit: Stephen Lee wurde der Spielmanipulation für schuldig befunden. Dem Snooker-Profi droht nun eine sehr lange Strafe. Die endgültige Entscheidung über das Ausmaß der Bestrafung fällt am 24. September. Allgemein wird davon ausgegangen, dass es kaum mildernde Umstände geben wird.

Es ist bereits der fünfte Fall, den es bisher im Snooker gegeben hat. Joe Jogia wurde 2012 für zwei Jahre gesperrt, John Higgins bekam eine Sperre von sechs Monaten aufgebrummt, Quinten Hann (2004) – der sich mit Mark King schon einen Boxkampf geliefert hat – durfte sich gar für acht Jahre nicht am Snooker-Tisch blicken lassen und Peter Francisco saß eine Strafe von fünf Jahren ab. (1995).

Stephen Lee ist dabei ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt. Die Anklage stützt sich dabei auf Auffälligkeiten bei insgesamt sieben Matches. Mit dabei war ein Spiel bei der Snooker-WM 2009, sowie drei Spiele beim Malta Cup 2008, zwei Spiele bei der UK Championship aus dem selben Jahr und ein Spiel der China Open.

Stephen Lee

Stephen Lee

Lee, der im Jahr 1992 als Profi auf die Tour kam und fünf Rankind Events gewonnen hat, bestreitet die Vorwürfe, ist allerdings schon seit Oktober 2012 suspendiert. Damals lag er auf Rang acht der Weltrangliste. Im Jahr 2010 war er zudem festgenommen worden, da es auffällige Wetten gegeben haben soll – von diesem Vorwurf wurde er zunächst freigesprochen.

Die World Professional Billiards and Snooker Association erklärte nun, dass Stephen Lee in für schuldig befunden wird, diverse Absprachen getroffen habe, für Geld oder andere Dinge Einfluss auf Spiele zu nehmen.Es ist nicht nur eine vage Vermutung, sondern das Ergebnis harter Recherchearbeit.

Ein Manager sowie ein Sponsor plus eine dritte Person aus dem Umfeld des Spielers sollen Konten eröffnet haben, aus denen dann die identischen Wetten finanziert wurden. Lee soll im Vorfeld der Spieler dann Kontakt zu den Gruppen gehabt haben. Die Erlöse einer Wetten sollen zudem kurze Zeit später zur Hälfte auf dem Konto von der Frau des Spielers eingezahlt worden sein. Insgesamt geht es dabei um über 200.000 Pfund.

Judd Trump hatte schon zuvor erklärt: „Sollte ein Spieler schuldig gesprochen werden, muss er komplett aus dem Spiel genommen werden.“ Genau das droht nun Stephen Lee. Auch wenn er nur eine Strafe von vier bis acht Jahren bekommen sollte, die Karriere wäre wohl beendet. Ronnie O’Sullivan twitterte indes: „Stephen Lee ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe gehört, es gibt viel mehr Spieler, die Spiele verschieben.“

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