Snooker-WM in Sheffield: Das Finale

5 Mai

Bei der Snooker-WM in Sheffield wird mir auch nichts geschenkt. Erst die Mai-Tour von Samstag auf Sonntag, dann den Artikel für die Arbeit schreiben und einen Blog hinterher. Und ganz ehrlich: Ich bin doch ziemlich kaputt von den Anstrengungen des Wochenendes. Immerhin habe ich es mit einer Punktlandung zum Beginn des Finals geschafft.

Mittlerweile werde ich von meinem Freundeskreis schon nicht mehr ausgelacht, wenn ich früh nach Hause will, um das Finale zu schauen. Das ist schon ein Erfolg finde ich und es gibt sogar einige Leute darunter, die sich für Snooker interessieren. Und dieses Finale wollte ich auch unbedingt sehen, wenn ich schon den kompletten Samstag verpasst habe.

Und ganz ehrlich, es hat sich vollauf gelohnt. Gerade die erste Session war ja Snooker auf höchstem Niveau. Sieben Breaks von über 70 Punkten – wann habe ich das zuletzt gesehen? Und daran hatte Barry Hawkins großen Anteil. Er spielt natürlich nicht so spektakulär wie Ronnie O’Sullivan, aber er spielt eben beharrlich und konzentriert.

Für ein Finale auch eine gute Mixtur. Denn auf lange Safe-Duelle will ich nicht verzichten und gerade der letzte Frame der zweiten Session, die nicht ganz das Niveau der ersten acht Frames hatte, war wieder eine Augenweide. Glückwunsch vielleicht eben auch an O’Sullivan, der mit seinem 129. Century Break im Crucible nun alleine an der Spitze liegt.

Barry Hawkins und Ronnie O'Sullivan vor dem Finale (by World Snooker)

Barry Hawkins und Ronnie O’Sullivan vor dem Finale (by World Snooker)

Wenn ich mich nicht ganz irre, hat er Stephen Hendry überholt, der zuvor mit 127 Centurys auf Rang eins residierte. Auch wenn die Meinungen im Vorfeld des Finals so waren, dass alle Experten sich nur die Frage stellten, wie hoch O’Sullivan gewinnen würde, ich habe es in meinem Blog anders geschrieben. Hawkins ist ein Kämpfer und darf nicht unterschätzt werden.

Er hat Mark Selby, Jack Lisowski und auch Ding Junhui besiegt, zudem Ricky Walden nach wirklich schwachem Beginn noch relativ klar geschlagen. Spielen können alle Snooker-Profis, bei Hawkins scheint es mir, als ob er die Ruhe weg habe. Er weiß ja auch, dass er der Außenseiter ist und an einem guten Tag von O’Sullivan Probleme kriegt.

Das war ja auch zu sehen und nicht umsonst führt der Titelverteidiger mit 10:7. Dabei war es der letzte Frame, der eigentlich ärgerlich für Hawkins war. Er hatte die Chance, wäre so nur mit einem 8:9 in den Montag gegangen. Nun wird er sich Gedanken machen und braucht einen guten Start, um das Finale offen zu gestalten.

O’Sullivan ist ein guter Front Runner und sollte er den ersten Frame gewinnen, wird es schon ganz schwer für Hawkins – zumindest meiner Meinung nach. Ich befürchte, es wird letztlich ein relativ klares Ergebnis gegen. Müsste ich tippen, lautete mein Ergebnis 18:13. Aber ich hoffe, wir erleben morgen einen langen und spannenden Snooker-Abend bis in die tiefe Nacht.

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Eine Antwort to “Snooker-WM in Sheffield: Das Finale”

  1. Tottsche 8. Mai 2013 um 22:32 #

    natürlich lachen wir Dich aus.

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