Snooker-WM in Sheffield: Tag 7

27 Apr

Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich ein bestimmtes Thema für einen Blog rauszusuchen. Es gibt tatsächlich Tage, an denen sitzt man auf dem Sofa, schaut sich die Snooker-WM an und fragt sich, worüber man eigentlich schreiben soll. Gestern war so einer der Tage. Die erste Session fehlte komplett und schon ab 11 Uhr stellte sich die Frage ein, was man überhaupt nun machen soll?

Ich bin erstmal einkaufen gegangen. Das war mal ganz praktisch, denn ansonsten kann es manchmal etwas hektisch werden, bei drei Sessions an einem Tag. Aber ab heute habe ich zum Glück Urlaub und kann den Rest der WM ohne Ablenkung verfolgen, dazu hat sich das Wetter in Hamburg ebenfalls eine kleine Auszeit genommen.

Somit habe ich immerhin kein schlechtes Gewissen, den ganzen Tag vor dem TV zu hocken und mich via Twitter mit anderen auszutauschen. Und ganz nebenbei wäre es auch bitter gewesen, das Drama des gestrigen Abends nicht komplett miterleben zu können. Denn Shaun Murphy und Graeme Dott haben sich ein fantastisches Match geliefert, dass bis fast ein Uhr andauerte.

Shaun Murphy steht im Viertelfinae (by World Snooker)

Shaun Murphy steht im Viertelfinae (by World Snooker)

Auch die anderen Spiele hatten es natürlich in sich. Michael White hat dabei einen sehr starken Eindruck gemacht und Dechawat Poomjaeng ziemlich auseinander genommen. Ein Sieg in nur zwei Sessions ist beeindruckend. Interessant war, dass der Turnierdirektor den Thailänder angeblich zur Seite genommen hat, um ihm ein bisschen zur Ruhe zu bringen.

Ich hatte ja gestern zu diesem Thema was geschrieben und es ist zumindest kontrovers aufgenommen worden. Natürlich gönne ich jedem Spieler den Sieg, doch war ich auch ein bisschen froh, White in die nächste Runde einziehen zu sehen, denn er ist – meiner Meinung nach – klar der bessere Spieler und gerade beim Snooker finde ich Niveau wichtiger als Unterhaltung.

Das Match Mark Selby gegen Barry Hawkins habe ich leider nur mit einem Auge verfolgt, da ich mich dann komplett auf Murphy gegen Dott konzentriert habe, die mit 8:8 in den Abend gegangen waren und wirklich das vielleicht beste Match dieser WM gezeigt haben – zumindest was Drama und Spannung angeht.

Denn so mag ich Snooker. Es müssen nicht immer nur die hohen Breaks sein. Das würde den Sport auch zu sehr reduzieren und durch die vielen Möglichkeiten, die Snooker bietet, ist die Bandbreite eben sehr hoch. Da hat man packende Frames, die über 50 Minuten gehen und mit einer Respotted Black enden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und was für Dramen wir noch erleben.

Bei Judd Trump gegen Marco Fu wird es recht einseitig werden, aber ich freue mich auf Ronnie O’Sullivan gegen Ali Carter. Kann der Captain die Schwarze Serie mal beenden? Oder wird O’Sullivan für eine Sternstunde sorgen? Dazu sehen wir auch die erste Session zwischen Mark Kind und Ding Junhui – ebenfalls ein sehr interessantes Match.

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