Neil Robertson gewinnt die China Open

31 Mrz

Es wäre auch zu einfach gewesen, hätte Mark Selby die China Open gewonnen. Durch den 10:6-Erfolg von Neil Robertson gibt es nun zehn Gewinner bei zehn Ranking Events. Denn Robertson hatte nach seiner beeindruckenden Serie von Finalsiegen zuletzt kein glückliches Händchen gehabt, als es um die Trophäe ging.

In dieser Saison scheint der Australier den Dreh wieder gefunden zu haben. Ein PTC-Event sowie das Masters gingen in seine Sammlung über, davor hatte Robertson im September 2010 die World Open für sich entschieden. Nun ist der letzte Formcheck vor dem Beginn der Weltmeisterschaft im Crucible zu Sheffield absolviert und wirklich schlauer sind wir nicht geworden.

Einige der Sorgenkinder haben es durch die ersten Runden geschafft, andere Spieler wie Judd Trump mussten früh die Segel streichen. Aber meine Einschätzung zur WM kommt in ein paar Tagen. Hier soll es um die China Open gehen und Neil Robertson ist ein wirklich verdienter Sieger. Sein 5:1 gegen Mark allen hat mich beeindruckt, auch das 6:5 gegen Stephen Maguire war stark.

”Erster Turniersieg in China – Wow. Das Rennen um die Nummer eins ist eröffnet“, twitterte Robertson nach seinem Sieg. Und wie unser Freund Rolf Kalb immer zu sagen pflegt, man kann ein Match nicht in der ersten Session gewinnen, allerdings kann man es dort verlieren. Auch wenn Mark Selby vielleicht der größte Comeback-König im Snooker ist.

Neil

Sechs Frames hatte Robertson in Session eins in Folge gewonnen und es war einmal mehr alles dabei, was wir an diesem Sport so faszinierend finden. Hohe Breaks, taktische Duelle, starke Safetys und ein störendes Publikum. Ansonsten profitiere ich ja von meinem Job, diesmal kamen mir die frühen Zeiten nicht entgegen – zumindest wenn Kollegen darauf bestehen, die Flandern Rundfahrt schauen zu wollen. Das muss man sich mal vorstellen.

In der zweiten Session deutete Selby dann auch an, dass man ihn niemals abschreiben darf. Nicht umsonst ist er die Nummer eins der Welt und hat in dieser Saison vier Titel geholt. Allerdings haftet ihm ja der Makel an, in den entscheidenden Momenten oft nicht sein ganzes Leistungsvermögen abrufen zu können. So hat er immerhin sechs seiner neun Ranking Finals verloren.

Bitter war dabei ja auch sein verpasstes Maximum, aber das ist eine andere Geschichte. In dieser Saison hat er gezeigt, wozu er fähig ist und schaffte in Session zwei den Anschluss zum 4:6, spielte dabei Breaks von 81, 125 und 66. Am Ende war die Hypothek aber zu groß, um die Wende noch schaffen zu können. Dennoch war er sehr zufrieden, plagte sich zudem mit einer Krankheit rum.

”Ich bin hier angetreten, mit einigen schlechten Resultaten im Gepäck. So wusste ich nicht, was ich erwarten kann. Zeitweise war ich mit meiner Leistung zufrieden, aber heute habe ich eine ganz schwache erste Session gespielt und Neil hat meine Fehler bestraft. Aber ich bin sehr stolz, wie ich danach zurückgekommen bin“, meinte Selby nach dem Match.

”Die letzten beiden Tage habe ich mich nicht wohl gefühlt und auch nicht viel gegessen. Ich konnte lediglich Bananen essen und Wasser trinken. Aber ich will das nicht als Ausrede benutzen, weil Neil wesentlich besser gespielt und den Sieg auch verdient hat. Aber ich nehme viele positive Dinge mit zur Weltmeisterschaft.

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