Selby siegt – Murphy mag Titanic

12 Dez

Nun sind also die UK Championship vorbei und mit Mark Selby gab es einen würdigen Sieger. Der Jester from Leicester gilt als großer Fan dieses Turniers und war nach dem 10:6-Erfolg über Shaun Murphy sichtlich bewegt. Es war nicht das ganz große Finale, dafür hatten beide Snooker-Profis einfach nicht die Form – aber das kennen wir von anderen Turnieren.

So war es eine logische Konsequenz, dass Selby, als er einen Gang hochschalten konnte, ohne Probleme die nötigen Frames gewann. Spontan fällt mir das WM-Finale zwischen Neil Robertson und Graeme Dott ein, als beide Spieler nach den Halbfinals einfach platt waren. Nicht umsonst gelten Halbfinalspiele als die vorgezogenen Finals – zumindest was die Qualität angeht.

Ein bisschen verwundert war ich, dass Leo Scullion das Finale leiten durfte. Via Twitter war schon eine kleine Diskussion entbrannt, ob der Schiedsrichter wirklich die beste Wahl war. Meiner Meinung nach war es eine falsche Entscheidung, da Scullion nicht wirklich souverän wirkt, sich oft kleine Fehler erlaubt. So auch beim Match von Matthew Stevens gegen Mark Davis.

Mark Selby

Sicher, ein Schiedsrichter hat auch keinen leichten Job, aber speziell bei diesem Match störte er Stevens bei einem Stoß, als er hinter ihm stand und es in dem Moment einfach nicht nötig war, einen Zuschauer zu ermahnen. Aber sei es drum. Bis zum 6:6 war es auch ein packendes Finale und es freut mich, dass Selby seine Nackenprobleme endgültig überwunden hat.

Besonders beeindruckend sind seine Nerven. Gegen Neil Robertson lag er schon mit 0:4 hinten, lässt sich davon aber nicht beeindruckend. Es gibt kaum einen Snooker-Profi, der derart hart zu spielen ist. Taktisch dürfte er sicherlich der versierteste Spieler auf der Tour sein. Nach John Higgins ist Selby wohl der kompletteste Profi.

In seinem Blog schrieb Selby noch, dass es in erster Linie darum gehen würde, ein Turnier zu gewinnen. Nicht darum, die Leute zu unterhalten. Bei einem Turnier wie den UK Championship mag das durchaus stimmen. Zumindest für Selby war es der größte Erfolg seiner Karriere und er hat sich damit auch wieder auf die Nummer eins der Weltrangliste gehoben.

Und Shaun Murphy? Schon gegen Luca Brecel hätte er ausscheiden müssen und auch gegen Ali Carter sah es danach aus, als ob das Turnier für den Magician gelaufen wäre. Dennoch hat er sich bis ins Finale durchgebissen. Was ich an Murphy wirklich mag, ist sein fantastischer Sportsgeist. Er ist ein unglaublich fairer Spieler.

So erklärte er auch nach dem Match, dass er Selby den Sieg sehr gönnen würde, da es oft Diskussionen darüber gegeben hatte, ob Selby eine verdiente Nummer eins ist. Und ganz nebenbei gab es eine wilde Diskussion darüber, dass seine Freundin der BBC erklärte, Murphy würde in den Pausen gerne Celine Dion hören.

In seinem Blog nahm er dazu Stellung und wir sollen nicht verwundert sein, wenn er beim Masters zu der Musik von Titanic einlaufen würde. Insgesamt habe ich dieses Turnier nach den ganzen Events in China wirklich genossen. Die Stimmung, die vollen Hallen …. Nichts gegen die Pläne von Barry Hearn, aber es tut doch gut, mal wieder ein Turnier in England zu sehen.

Und noch eine Meldung machte die Runde. Ronnie O’Sullivan denkt angeblich darüber nach, doch die Weltmeisterschaft in Sheffield zu spielen. Hearn hatte in den vergangenen Tagen geschrieben, dass man telefoniert habe und es nicht so schlecht aussehe. Er werde erneut mit O’Sullivan sprechen, bevor die Meldefrist abläuft. Ich für meinen Teil würde mich freuen.

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