Judd Trump: Die neue Nummer eins der Welt

2 Nov

Judd Trump und Stephen Hendry zu vergleichen, wäre vielleicht ein wenig verfrüht. Dennoch gibt es gewisse Parallelen zwischen beiden Snooker-Spielern. Denn bei den International Championships hat Trump durch ein deutliches 9:1 gegen Peter Ebdon das Finale erreicht, wird deswegen am Montag die neue Nummer eins der Welt werden.

Trump ist 23 Jahre alt und damit der zweitjüngste Spieler, dem dieses Kunststück gelungen ist. Schwer zu erraten, wer die Liste anführt. Es ist natürlich der mittlerweile zurückgetretene Hendry, der es im Alter von 21 geschafft hatte, den Sprung auf Platz eins zu realisieren.

Es war der Beginn einer Dominanz, die es so wahrscheinlich im Snooker nicht mehr geben wird. Vielleicht auch deswegen ist die Leistung von Trump als enorm hoch einzuschätzen. Die Liste der Turniere ist länger geworden, die Breite der Spieler in die Höhe geschnellt. Durch die enorme Breite ist die Leistungsdichte natürlich höher.

In den 80ern galt Steve Davis eigentlich immer als (Mit-) Favorit, in den 90ern war es nahezu ein Wunder, wenn nicht Hendry den Pokal in die Höhe stemmte. Doch spätestens Ende der 90er wurde das Feld geöffnet. Mit Spielern wie Ronnie O’Sullivan, Mark Williams und John Higgins verbreitetere sich dieser Kreis.

Nun gibt es Snooker-Profis ohne Ende, bei denen ein Turniersieg im Bereich des Möglichen liegt. Auf der PTC-Tour gibt es ohnehin kaum einen Spieler, der zwei Turniere pro Saison gewinnt. Und wie in China gesehen, rücken viele Spieler aus Asien nach, die schon im Alter von 14 Jahren zu beeindrucken wissen.

Für Judd Trump wird es nun aber kein Selbstläufer werden. Das hochdotierte Turnier in China wird, egal wie es kommt, ein Traumfinale erleben. Denn im zweiten Halbfinale stehen sich Shaun Murphy und Neil Robertson gegenüber. Es ist sozusagen die Generalprobe für die UK Championship – dort ist Trump Titelverteidiger.

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Eine Antwort to “Judd Trump: Die neue Nummer eins der Welt”

  1. Daniel 2. November 2012 um 18:25 #

    Ich bin da immer etwas skeptisch, wenn ein neuer dominierender Spieler angekündigt wird. Judd Trump tat das ja bei der UK Championship selber. So grob aus dem Gedächtnis zitiert: „Ich dachte nicht, dass jemand das Spiel dominieren könnte. Doch habe ich nicht allzu gut gespielt und dennoch das Turnier gewonnen.“

    Trotz seiner Weltranglistenposition hat er noch ein gutes Stück Arbeit vor sich, um seinem Zitat gerecht zu werden. Hetzen muss er hierfür mit seinen 23 Jahren nicht.

    Ohne Frage hat er das Zeug dazu. Auch gehört er zu den heißen Kandidaten, die Weltmeister werden könnten. Doch hat man so vielen Spielern schon vorläufig den Weltmeistertitel zugesprochen. Dazu zählt auch sein Weltranglistenerster-Vorgänger Selby.

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