O’Sullivan verweigert Unterschrift

21 Jun

Am 25. Juni beginnt endlich die neue Saison und die lange Zeit der Abstinenz ist beendet. Wobei wir da ehrlich sein müssen, durch die ganzen PTC-Events und zusätzlichen Turniere gibt es Snooker fast rund um die Uhr. Die älteren Leser werden sich an die Zeiten erinnern, in der Anfang Mai die WM beendet war und dann die große Leere kam.

Nun ist viel passiert in der Zeit nach dem Sieg von Ronnie O’Sullivan, der den Titel im Crucible gewann und bestätigt hat, dass er in der kommenden Zeit kein Turnier spielen wird. „Ich habe mich dazu entschieden, in der nächsten Zeit nicht zu spielen und werde auch nicht in der Premier League antreten“, so der Engländer.

John Higgins wurde mit einer Wild Card ausgestattet, zudem darf auch Shaun Murphy als Gewinner des Brazilian Masters teilnehmen. Ansonsten finden sich in dem Feld noch Judd Trump, Neil Robertson, Mark Selby, Stuart Bingham, Ding Junhui, Peter Ebdon, Mark Allen und Stephen Lee wieder. Hier findet Ihr übrigens die Liste aller Spieler, die in der kommenden Saison dabei sind.

O’Sullivan hatte ja eine Pause angekündigt, doch scheint unklar, warum dies so ist. O’Sullivan möchte eine Auszeit, will jedoch nicht komplett zurücktreten. Es wird nun gemunkelt, dass es einfach darum geht, den Druck auf World Snooker zu erhöhen. Denn der Weltmeister hat den Spielervertrag nicht unterzeichnet, nannte ihn „erdrückend“.

Interessanterweise kann O’Sullivan diesen Vertrag zu jeder Zeit per Unterschrift aktivieren, könnte demzufolge auch jederzeit an den Turnieren von World Snooker teilnehmen. Worum es in den Verträgen genau geht, ist schwer zu sagen, denn kein Mitglied der schreibenden Zunft hat ihn zu Gesicht bekommen und die Spieler werden sich hüten, Interna auszuplaudern.

Allerdings soll es da um gewisse Passagen gehen, bei denen es sich um das Geld dreht – worum auch sonst. Denn alle Spieler bekommen die gleichen Verträge und es ist angeblich nicht gestattet, zusätzlich Geld mit dem Sport zu verdienen. Aber wie gesagt, auch mir wurde kein Exemplar gegeben und es sind Spekulationen.

Auch gibt es noch die Aussagen von Mark Allen aufzuarbeiten. Der Nordire hatte sich nach der Niederlage gegen Cau Yupeng zu diversen Aussagen hinreißen lassen, bezüglich des schlechten Tisches und den Manieren der Chinesen, die dafür bekannt wären, gerne auch mal zu bescheißen. Das war schon ein Knaller.

Nun musste Allen die Kosten der Anhörung tragen, wurde zudem mit einer Strafe in Höhe von 10.000 Pfund belangt. Zudem spielt er die kommenden Monate auf Bewährung und sollte aufpassen. Bei einem weiteren Vergehen würde er für drei Monate suspendiert. Seinen Twitter-Account hatte er ja bereits geschlossen.

Und auch Ding Junhui wurde zu einer Strafe verdonnert, muss 250 Pfund zahlen. Nach seiner Niederlage gegen Ryan Day bei der WM hatte sich der Chinese ein wenig abfällig gegenüber den Fans im Crucible geäußert. Dabei ging es darum, dass er sich gestört fühlte und darauf aufmerksam machte, dass in der letzten Zeit die Zuschauer aus China immer als zu laut und undiszipliniert bezeichnet wurden.

Nun denn, das wird er sicherlich verschmerzen können und auch Mark Williams, der das Crucible als Drecksloch bezeichnet hatte und einen Umzug der WM nach China gefordert hatte, muss insgesamt 4000 Pfund an World Snooker abdrücken. Hier war ne Menge los, würden die Kommentatoren von Sky sagen.

Allerdings sind das ja nur Lappalien, wenn man sich den Fall von Joe Jogia anschaut. Ende Mai wurde bekannt, dass Jogie vorläufig gesperrt wird, denn es gibt den Verdacht einer Spielabsprache. Beim Sky Shoot Out im Januar soll es Auffälligkeiten im Match gegen Matt Selt gegeben haben und die Anhörung ist auf den 25. Juni datiert worden.

Der Inder fühlt sich hingegen als Bauernopfer: „Ich möchte nicht sagen, dass die WPBSA Rassisten sind, aber die Weise, in der man mich behandelt hat, ist äußerst beschämend.“ Die Antwort der Snooker Association folgte umgehend: „Wir weisen mögliche Verdächtigungen des Rassismus zurück. Mit John Higgins hat es andere Spieler gegeben, die umgehend suspendiert wurden.“

Das wird noch eine heiße Kiste und man darf auf das Urteil gespannt sein. Klar ist, Barry Hearn regiert mit harter Hand. Auch im Fall O’Sullivan droht das Karriereende, sollte er den Vertrag nicht unterschreiben. Da macht Hearn keine Gefangenen und Jogie müsste sicherlich mit einer Sperre von sechs Monaten rechnen, würde er schuldig gesprochen.


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Eine Antwort to “O’Sullivan verweigert Unterschrift”

  1. smaportal 21. Juni 2012 um 10:58 #

    Hoffentlich kommt Ronnie wieder auf die Snookerbühne! 😉

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