Tag 12 der WM: Die Halbfinals sind komplett

2 Mai

Wer hat im Vorfeld nicht alle Spiele durchgetippt, um zu sehen, wer der neue Weltmeister wird? Ich habe es auf jeden Fall gemacht und bin ganz ehrlich, Matthew Stevens habe ich nicht auf dem Zettel gehabt. Ein Sieg gegen Marco Fu war eingeplant, danach wäre das Aus gegen Mark Selby gekommen.

Selby hatte allerdings Nackenprobleme, unterlag gegen Barry Hawkins. Ohne respektlos zu erscheinen, Hawkins ist ein machbarer Gegner und Stevens, der immerhin momentan die Nummer zehn der Welt ist, konnte auch dieses Spiel gewinnen. Ein dankbarer Baum brachte dann Ryan Day als nächste Hürde.Matthew Stevens

Day hat überraschend Ding Junhui besiegt und schöne Vorarbeit für den Walisischen Drachen geleistet. In der ersten Session dachte ich noch, dass Day sich durchsetzen würde. Der zweite Waliser in diesem Duell hatte zuvor sehr stark gespielt und dominierte eben jene erste Session. Danach traf er nicht mal mehr den viel zitierten Scheunenwagen.

Beim Stand vom 5:3 kam der große Bruch im Spiel von Day. Stevens hat nicht überragend gespielt, keine brandgefährlichen Safetys auf den Tisch gezaubert. Stevens hat es nur geschafft, regelmäßig Breaks von 40 – 50 Punkten einzufahren. So gewann er elf Frames in Folge – eine durchaus beeindruckende Leistung.

„Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist“, erklärte Stevens. „Aber beim Snooker geht es nicht nur ums Potten und um hohe Breaks. Manchmal läuft es einfach nicht, aber man muss sich durchkämpfen.“ Für den Welsh Dragon ist es das sechste WM-Halbfinale, das erste seit 2005. „Ich bin derbe aufgeregt“, erklärte Stevens. „Es ist doch schon eine Zeit her.“

Damit stehen die Halbfinalisten auch fest: Matthew Stevens trifft auf Ronnie O’Sullivan und Stephen Maguire auf Ali Carter. Maguire hatte sich ja gestern schon das Ticket gesichert, heute folgten Carter und O’Sullivan. The Rocket bezwang Neil Robertson mit 13:10 und legte den Grundstein in der zweiten Session, als er einen 3:5-Rückstand in eine 9:7-Führung verwandelte.

Dabei zeigte O’Sullivan Snooker zum mit der Zunge schnalzen. Erst am Abend hatte sich der Australier wieder gefangen, doch da war es zu spät.  Carter setzte sich mit 13:11 gegen den Debütanten Jamie Jones durch, der aber eine gute Leistung zeigte und den Vorstoß ins Viertelfinale rechtfertigte sowie untermauerte, dass mit ihm auch in der Zukunft zu rechnen ist. Wenn man mich fragt, ist es eine tolle Besetzung im Halbfinale.

Derweil hat Barry Hearn ein Interview gegeben und das Wuxi Classic in den Status eines Ranglistenturniers gehoben. Das Turnier in der Heimatstadt von Ding Junhui gibt es seit 2008 und nun wird dort um 400.000 Pfund gekämpft – im ersten von fünf festgelegten Jahren. Das Wuxi Classic findet statt vom 25. Juni bis zum 1. Juli und bildet damit den Saisonauftakt.

„Wir freuen uns, das Wuxi Classic in die Familie der Ranglistenturniere in China aufnehmen zu dürfen“, so Barry Hearn. „Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Einladungsturnier auch eine Tür öffnen kann, um ein Ranking Event zu werden. (…) Der Markt in China wächst schnell und wir gehen dahin, wo die Leute Snooker sehen wollen.“

Zudem wird es drei PTC-Events in China geben, die Wertung der eigenständigen kleinen Turnierserie fließt in die Asian Order of Merit. Jeder Spieler kann dort starten und versuchen, das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund zu gewinnen. Die ersten Vier der Rangliste sind – wie auch die Sieger des jeweiligen Turniers – für das große PTC-Finale, bekommen aber zudem eine Tourkarte für die folgende Saison.

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