PTC-Tour: Das große Finale in Galway

13 Mrz

Nun ist es also soweit, das große PTC-Finale in der Bailey Allen Hall in Galway lädt alle Snooker-Fans ein, den Duellen um das Preisgeld von 70.000 Pfund beizuwohnen. Die Arbeit über die letzten Monate soll sich auszahlen, denn immerhin galt es für den einen oder anderen Profi, zwölf Turniere zu bestreiten.

Dass die PTC-Tour an Akzeptanz gewonnen hat, zeigt das durchaus hochklassige Teilnehmerfeld in Irland. John Higgins und Judd Trump sind dabei. Auch Ronnie O’Sullivan scheint sein Pfeiffersches Drüsenfieber überwunden zu haben, neben ihm stehen noch Spieler wie Stephen Lee, Stephen Maguire und Matthew Stevens an den Tischen.

Judd Trump

„Ich freue mich wirklich sehr auf das Finale“, sagte auch Trump. „Alle Spieler haben der PTC-Tour ein wenig mehr Gewicht beigemessen, was auch bedeutet, dass es ein sehr starkes Feld hier bei den Finals gibt. Dazu geht es ja auch um 70.000 Pfund und das macht die Arbeit natürlich ein wenig leichter und gibt der Veranstaltung einen gewissen Wert.“

In den letzten Tagen war zu vernehmen, dass Trump noch drei Titel in dieser Saison holen will, was mich ein wenig erstaunt hat – bei noch drei Turnieren, die zu absolvieren sind. Nun hat er seine Aussage relativiert. „Es gibt noch drei Turniere zu spielen und ich möchte gerne eins davon gewinnen.“

Alleine die Auswahl macht ihm einige Probleme. „Es sind alles große Turniere, bei denen es viel Geld zu gewinnen gibt. Ich spiele gerne in Irland, denn dort sind die Fans großartig. Aber ich nehme auch das PTC-Finale sehr ernst. Dann kommen die China Open, die ich im letzten Jahr gewonnen habe und den Titel würde ich gerne verteidigen.“

Dann, zum Saisonabschluss, folgt die WM im Crucible und auch dort möchte Trump gerne ein Wörtchen mitreden. „Die WM ist dann das Turnier, auf das ich mich das ganze Jahr schon gefreut habe. Snooker ist auf dem Weg nach oben, was auch die Begeisterung der Fans im Verlaufe der Saison gezeigt hat. Und ich würde gerne, wie im letzten Jahr, eine tolle Show im Crucible liefern.“

Auch John Higgins befindet sich, nach seiner unfassbar guten Saison im letzten Jahr wieder auf dem aufsteigenden Ast. Doch nach seinem WM-Erfolg 2011 konnte er kein Turnier mehr gewinnen. Dennoch hat er an Selbstvertrauen zugelegt. „In China hatte ich gute Matches, habe dann aber gegen einen starken Robert Milkins verloren“, erklärte der Wizard of Wishaw.

John Higgins

„Aber darauf kann ich aufbauen und bei drei noch zu spielenden Turnieren hoffe ich auf einen Sieg. Für mich ist es immer noch sehr hart, ein Match zu verlieren und jede Niederlage stört mich. Aber das interessiert mich alles gerade nicht und ich arbeite gerade so hart wie möglich, bis die Saison vorbei ist.“

John ist ja auch gerade dabei, sich einen Snooker-Raum in seinem Haus zu bauen, um konzentrierter arbeiten zu können und ein Grund für seine vielleicht etwas schwächere Form ist auch die Anzahl der Turniere und die Umstellung auf die richtige Balance. „Ja, es gab die enorme Ausweitung des Kalenders“, bestätigt der Schotte.

„Es ist auch für mich natürlich ein Lernprozess. Man muss die Balance finden, zwischen der Anzahl der Turniere und der Zeit, die man mit der Familie verbringen kann. Ich denke, in der nächsten Saison werde ich ein bisschen besser vorbereitet sein.“ Wobei ich Higgins auch für die kommenden Turniere auf dem Zettel habe. Denn alleine sein B-Spiel reicht oft schon aus, um manche Schwächen zu kaschieren.

Mit dabei ist mit Mark Selby auch der Führende der Weltrangliste. Und diesen Status möchte er ganz gerne noch eine Weile behalten. „Es wäre schön, auch nach der Saison noch die Nummer eins zu bleiben. Ich habe noch nicht ausgerechnet, was ich dafür erreichen muss, aber wenn ich weiter Matches gewinne, wird sich das von alleine einstellen.“

Bisher schaut der Jester from Leicester mit viel Freude auf die vergangenen Turniere. „Es war wohl die bisher konstanteste Saison meiner Karriere. Bei fast allen Turnieren habe ich gut abgeschnitten, über einen oder zwei mehr Titel hätte ich mich aber gefreut. Allerdings ist das Niveau so hoch, dass es sehr schwer ist, überhaupt ein Turnier zu gewinnen.“

Für das große Finale hat Selby zumindest gut eingeheiratet. Denn mit Fergal O’Brien steht nur ein Ire im Feld und so hofft Selby, dass ihm vielleicht einige Sympathien zufliegen. „Meine Frau Vikki hat ihre Familie in Carlow. Von daher denke ich, dass ich zumindest zu zehn Prozent ein Ire bin“. Hoffen wir für ihn, dass diese Nachricht sich bis nach Galway rumgesprochen hat.

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