Haikou World Open: In the middle of nowhere

29 Feb

Die Haikou World Open sind in vollem Gange und wenn man Mark Allen Glauben schenken darf, ist es ein fürchterliches Turnier. Wir erinnern uns: Barry Hearn hatte erklärt, dass die Spieler Verträge haben und es ihnen verboten ist, sich auch über die Social Media Plattformen abfällig zu gewissen Themen zu äußern. Unlängst hatte Ronnie O’Sullivan eine Strafe von 250 Pfund bezahlen müssen.

Nun hatte Allen, der im Übrigen sein Erstrundenmatch mit 5:1 gegen Jimmy Robertson gewann, am frühen Morgen wohl eine tote Katze gefunden,wie er via Twitter in die Welt posaunte. Keine Frage, so Allen, dass es überall stinken würde. Zudem war schon die Anreise nicht unbedingt so, wie es sich der Nordire vorgestellt hatte. „Die Reise war ein Albtraum, die Leute sind ignorant, es stinkt, die Arena ist fürchterlich, das Essen schlimm und die Tische schlecht.“

Einige Stunden später ruderte er immerhin ein wenig zurück und erklärte, dass ja nicht alle Chinesen ignorante Menschen seien. Was Snooker-Boss Barry Hearn ebenfalls nicht gefallen haben dürfte, ist seine Aussage zur Pressekonferenz und dem Turnier allgemein. Zunächst twitterte Allen, dass ihm furchtbar langweilig gewesen sei, um sich dann besorgt um die Zukunft des Sports zu zeigen.

Seit Hearn Snooker übernommen hat, wird die Tour ausgeweitet und in der nächsten Saison wird es fünf Turniere in China geben.“Es ist besorgniserregend, wie World Snooker weiter den Weg geht und die Turniere mitten im Nichts veranstaltet.“ Es ist kein großes Geheimnis, dass Allen und Hearn keine guten Freunde sind und sicherlich auch nicht mehr werden. Auch zu der Zukunft des Sports kann man geteilter Meinung sein.

Mich persönlich stört es, dass Allen immer wieder diesen Weg wählt und mit polemischen Aussagen die Arbeit von Hearn kritisiert, der Snooker immerhin eine Zukunft gebracht hat. Auch wurden die Anzahl der PTC-Turniere kommende Saison immerhin von zwölf auf zehn reduziert – ein Anfang. Für mich ist es ebenfalls ein wenig befremdlich, gleich fünf Ranglistenturniere in China zu veranstalten.

Aber den einen richtigen Weg gibt es eben nicht. Neue Märkte müssen erschlossen werden, um das Preisgeld kontinuierlich hoch halten zu können. Die Zeiten, in denen die wirklich hohen Börsen verdient wurden, sind vorbei. Anfang der Jahrtausendwende gab es bei der WM noch über 1,5 Millionen Pfund insgesamt zu verdienen, momentan sind wir bei knapp über einer Million Pfund.

Und gerade bei den Turnieren außerhalb Europas müssen die Profis ihre Kosten decken und ich hatte es schon erwähnt, Mark Williams möchte nicht mehr in Australien antreten, da es ein Minusgeschäft ist, wenn man nicht bis ins Finale kommt – das wird bei den Turnieren in China kaum anders sein. Ob eine Kritik via Twitter allerdings das richtige Mittel ist, sei dahingestellt.

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