Archiv | Februar, 2012

Haikou World Open: In the middle of nowhere

29 Feb

Die Haikou World Open sind in vollem Gange und wenn man Mark Allen Glauben schenken darf, ist es ein fürchterliches Turnier. Wir erinnern uns: Barry Hearn hatte erklärt, dass die Spieler Verträge haben und es ihnen verboten ist, sich auch über die Social Media Plattformen abfällig zu gewissen Themen zu äußern. Unlängst hatte Ronnie O’Sullivan eine Strafe von 250 Pfund bezahlen müssen.

Nun hatte Allen, der im Übrigen sein Erstrundenmatch mit 5:1 gegen Jimmy Robertson gewann, am frühen Morgen wohl eine tote Katze gefunden,wie er via Twitter in die Welt posaunte. Keine Frage, so Allen, dass es überall stinken würde. Zudem war schon die Anreise nicht unbedingt so, wie es sich der Nordire vorgestellt hatte. „Die Reise war ein Albtraum, die Leute sind ignorant, es stinkt, die Arena ist fürchterlich, das Essen schlimm und die Tische schlecht.“

Einige Stunden später ruderte er immerhin ein wenig zurück und erklärte, dass ja nicht alle Chinesen ignorante Menschen seien. Was Snooker-Boss Barry Hearn ebenfalls nicht gefallen haben dürfte, ist seine Aussage zur Pressekonferenz und dem Turnier allgemein. Zunächst twitterte Allen, dass ihm furchtbar langweilig gewesen sei, um sich dann besorgt um die Zukunft des Sports zu zeigen.

Seit Hearn Snooker übernommen hat, wird die Tour ausgeweitet und in der nächsten Saison wird es fünf Turniere in China geben.“Es ist besorgniserregend, wie World Snooker weiter den Weg geht und die Turniere mitten im Nichts veranstaltet.“ Es ist kein großes Geheimnis, dass Allen und Hearn keine guten Freunde sind und sicherlich auch nicht mehr werden. Auch zu der Zukunft des Sports kann man geteilter Meinung sein.

Mich persönlich stört es, dass Allen immer wieder diesen Weg wählt und mit polemischen Aussagen die Arbeit von Hearn kritisiert, der Snooker immerhin eine Zukunft gebracht hat. Auch wurden die Anzahl der PTC-Turniere kommende Saison immerhin von zwölf auf zehn reduziert – ein Anfang. Für mich ist es ebenfalls ein wenig befremdlich, gleich fünf Ranglistenturniere in China zu veranstalten.

Aber den einen richtigen Weg gibt es eben nicht. Neue Märkte müssen erschlossen werden, um das Preisgeld kontinuierlich hoch halten zu können. Die Zeiten, in denen die wirklich hohen Börsen verdient wurden, sind vorbei. Anfang der Jahrtausendwende gab es bei der WM noch über 1,5 Millionen Pfund insgesamt zu verdienen, momentan sind wir bei knapp über einer Million Pfund.

Und gerade bei den Turnieren außerhalb Europas müssen die Profis ihre Kosten decken und ich hatte es schon erwähnt, Mark Williams möchte nicht mehr in Australien antreten, da es ein Minusgeschäft ist, wenn man nicht bis ins Finale kommt – das wird bei den Turnieren in China kaum anders sein. Ob eine Kritik via Twitter allerdings das richtige Mittel ist, sei dahingestellt.

O’Sullivan pausiert – Carter vor Karriereende?

25 Feb

Ronnie O’Sullivan hat seine Teilnahme an den Haikou World Open abgesagt. Der Sieger des German Masters leidet seit sechs Monaten am Pfeiffersches Drüsenfieber und hat gegen den Rat seiner Ärzte bisher keine Pause eingelegt. Nun will O’Sullivan auf seinen Körper hören und eine Pause einlegen.

„Es tut mir sehr leid, dass ich meine Teilnahme absagen muss. In den letzten Wochen habe ich gut gespielt, mich auf die World Open gefreut und wollte meine Fans in China treffen.“ Wie lange er pausieren möchte, sagte O’Sullivan nicht, beim Finale der PTC-Serie Mitte März möchte er jedoch antreten.

Weiter erklärte er lokalen Medien: „Ich muss auch ein wenig auf meinen Körper hören und so habe ich mich dazu entschieden, mir eine Pause zu gönnen, um bei der WM in einem guten körperlichen Zustand zu sein. Mein Arzt hat mir geraten, die nächsten paar Wochen eine Pause einzulegen. Ich hoffe, dass ich im März in Irland und China dabei bin, und freue mich auf all meine Fans.“

Zuletzt hatte sich O’Sullivan in eindrucksvoller Form gezeigt und ich hatte es bereits in meinen letzten Einträgen geschrieben, er wirkt wie befreit und scheint seine Dämonen verlassen sowie seinen Spaß am Spiel wiederentdeckt zu haben. Hoffen wir, dass die Pause an dieser Situation nichts ändert.

Und gerade erfahre ich zudem, dass auch Ali Carter seiner Teilnahme absagen musste. Der Captain leidet schon länger unter Morbus Crohn. Matt vom Pro Snooker Blog schrieb, dass Carter es bisher aus der Öffentlichkeit herausgehalten hatte und nicht wollte, dass es als Ausrede für seine schwachen Leistungen benutzt wird.

Es ist eine Darmerkrankung und Carter erklärte: „Wenn es wirklich schlecht läuft, krümmt man sich vor Schmerzen und hat schlimme Magenkrämpfe. Natürlich merke ich es auch in der Arena, aber ich kann nichts dagegen machen. Der Magen bläht sich auf und es ist sehr schmerzhaft, sich überhaupt über den Tisch zu beugen.“

Carter nimmt dementsprechend Schmerzmittel, fühlt sich dabei dann aber betäubt. Im Nachhinein fällt es natürlich auf, denn seit Wochen oder Monaten befindet er sich in keiner guten Form und wie ich bereits schrieb, ist er der erste Kandidat, aus den Top 16 zu fallen. Bleibt die Frage, ob er ebenfalls pausieren und so auch sein Platz eingefroren wird, wie es damals bei Paul Hunter der Fall war. Denn die Krankheit ist nicht heilbar. Hoffen wir, dass er seine Karriere nicht beenden muss.

Die neue Snooker-Rangliste ist da

20 Feb

Gerade mal einen Tag ist es her, dass Ding Junhui sich den Titel bei den Welsh Open gesichert hat und in der Weltrangliste nun auf Platz sieben liegt. Damit hat er vor der WM im Crucible den Sprung in die obere Hälfte geschafft. Finalgegner Mark Selby hat natürlich Platz eins halten können und diesen auch noch weiter ausgebaut.

Die Rangliste findet Ihr natürlich auch auf dieser Seite – oben im Menü gibt es den passenden Link. Es folgen noch drei Turniere, bevor die Saison beendet ist und die Rangliste eine erneute Aktualisierung erfährt. Zunächst stehen die Haikou World Open (27.02. – 04.03.) auf dem Programm, danach folgen die China Open (26.03. – 01-04.).

Mark Selby

Anschließend geht es ins Crucible Theatre zu Sheffield und dort wird ein neuer Weltmeister gekürt. Die Setzliste bis zu diesem Event steht, spannend wird es aber, was danach passiert. Die Weltrangliste ist ja mittlerweile ein rollendes System geworden. Dabei müssen die Snooker-Profis Punkte verteidigen, die sie vor zwei Jahren gewonnen haben.

Nach der Saison fallen die Punkte der China Open und der WM 2010 weg und insbesondere Neil Robertson muss zusehen, dass er eine gute Endphase in der aktuellen Spielzeit absolviert. Denn der Thunder from Down Under hat sich 2010 die Krone des Weltmeisters aufgesetzt und hat mit 12.660 Punkten viel zu verlieren.

Momentan steht er auf Platz fünf in der Rangliste und muss zumindest nicht befürchten, aus dem Elitekreis zu fallen, wenn es ganz schlecht laufen sollte. Bei einem Ratespiel, welcher Spieler hinter Robertson die meisten Punkte zu verteidigen hat, würde es lange dauern, den richtigen Spieler zu finden. Es ist tatsächlich Ali Carter.

Der Captain muss stolze 10.880 Zähler verteidigen und ist bis auf Platz 13 der Weltrangliste abgerutscht. Es müsste wirklich schon viel passieren, um in den Top 16 zu bleiben. Denn Carter ist alles andere als in Form und hinter ihm liegen einige Konkurrenten, die vom Wegfall der Punkte profitieren.

Da wäre Matthew Stevens, der auf Platz 15 liegt. Der Welsh Dragon hat 1955 Punkte zu verlieren und befindet sich momentan in guter Form. Er wird, wenn nichts Dramatisches passiert, am Captain vorbeiziehen. Ein weiterer Kandidat ist Ricky Walden auf der 18. Er muss ebenfalls nur 1955 Punkte verteidigen.

Leider sieht es bei Stephen Hendry mit einer Rückkehr in die Top 16 dabei nicht so gut aus, der Golden Boy hat aus den beiden Turnieren 2010 ganze 7300 Zähler geholt und es ist nicht sicher, ob er sich – wie übrigens auch Walden – überhaupt für die drei Turniere qualifizieren wird. Es dürfte auf jedenfall spannend werden.

Hier findet Ihr den Link zur Übersicht, die Matt vom prosnookerblog.com erstellt hat. Sucht Euch Euren Favoriten raus, denn für jeden Spieler eine Übersicht zu erstellen, würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Zum Abschluss vielleicht ein Wort zu Ronnie O’Sullivan: The Rocket hat 5980 Zähler geholt und ist momentan 14. Der Rangliste.

Fast alle Profis, die in der Rangliste vor ihm liegen, haben mehr zu verlieren. Auf der einen Seite sicherlich gut, denn bei drei ordentlichen Turnieren könnte er den Abstand zur Spitze wieder verkleinern. Auf der anderen Seite bleibt die Gefahr, aus den Top 16 zu fallen. Aber warten wir es ab, das nächste Event kommt in einer Woche.

Ding Junhui gewinnt die Welsh Open

20 Feb

Was soll ich sagen? Immerhin stimmte das Ergebnis bei meinem Tipp für das Finale. Doch kommen wir zum Wesentlichen. Ding Junhui hat die Welsh Open gewonnen und in einem wirklich großartigen Finale Mark Selby mit 9:6 geschlagen. Damit hat der Chinese seine Durststrecke beendet, denn seit den UK Championships 2009 hatte er kein Ranking Event mehr gewonnen.

Für mich hatte Ding nicht unbedingt zu den Titelanwärtern gezählt, nachdem ich ihn beim German Masters gesehen hatte. Dort unterlag er in Runde eins Yu Delu und machte keinen sonderlich guten Eindruck. Dann hätte er im Viertelfinale gegen Stephen Lee ausscheiden müssen, wenn nicht ein Mobiltelefon ihn kurz vor dem Ausscheiden gerettet hätte.

Und auch im Finale gegen Selby begann er nervös und hätte mit 1:3 ins Hintertreffen geraten können. Doch der Jester from Leicester verschoss in Frame vier eine leichte Schwarze und schon stand es 2:2 – ein Knackpunkt. Danach gewann Ding drei der folgenden vier Frames und ging mit einem 5:3 in die Abendsession.

Selby blieb stets gefährlich,  hatte erneut den besseren Start und verkürzte. Danach leistete der Engländer sich aber eine schwache Safety und Ding erhöhte auf 6:4. Der Standard blieb hoch und nach einer 91 von Selby antwortete Ding mit einer 124, ließ danach gar eine 130 folgen – das vierte Century dieses Finals.

Bei 5:8 stand der Weltranglisten-Erste natürlich unter Druck, doch man hatte nie das Gefühl, als ob Selby die Ruhe verlieren würde. Seine Finalbilanz ist mit zwei Titeln bei sieben Ranking-Finals zwar desaströs, dennoch kennt er sich und seine Stärken. Eine 145 in Frame 14 soll ein Indiz dafür sein.

Damit war die Aufholjagd jedoch beendet und Ding holte sich Frame 15 und damit auch den Sieg. Um es nochmals zu betonen, Ding hat ein unglaubliches Finale gespielt und endlich auch die Leistung abgerufen, zu der er in der Lage ist. Der Junge ist 24 und hat bereits fünf Titel geholt. Kaum auszumalen was passiert, wenn es in der nächsten Saison fünf Turniere in China geben wird.

Aber er hat erneut gezeigt, dass er über ein komplettes Spiel verfügt, jedes Tempo mitgehen kann und seine Nerven im Griff hat. In dieser Form ist er ein heißer Anwärter auf den Titel im Crucible, wobei er auch eine Portion Glück brauchte, um überhaupt ins Finale zu kommen. Doch im Sport gehört auch Glück dazu.

„Es fühlt sich natürlich großartig an“, erklärte Ding nach dem Finale. Es ist schon ein interessantes Bild, den Chinesen auch mal lächeln zu sehen. Darin hat er scheinbar noch nicht so viel Übung. „Ich war schon nervös und habe ein paar Chancen ausgelassen. Mark hat den Druck zudem aufrecht erhalten und es war ein hartes Match.“

Zudem hat Ding ja mittlerweile auch eine Freundin – Apple (und damit ist kein Computer gemeint) – , die ihm weiteres Selbstvertrauen und Ruhe gibt. „Apple hat mir sehr geholfen. Sie kocht für mich, kümmert sich um mich, sodass ich jeden Tag in Ruhe trainieren kann. Ich habe mir nun auch ein Haus in Sheffield gekauft und werde demnächst einen Snooker-Tisch aufstellen, damit ich nicht immer in die Academy muss.“

Kaum auszudenken, zu welchen Dingen er noch in der Lage ist, wenn er noch mehr Konstanz erreicht. Vergessen wollen wir aber nicht, dass auch Selby ein großes Match geliefert hat. “Der verlorene Frame zum 2:2 war ein Wendepunkt“, erklärte der Jester. „Wobei ich zu dem Zeitpunkt nicht drüber nachgedacht habe. Ich hatte meine Chancen, aber man darf sie gegen einen Spieler wie Ding nicht auslassen. Er ist einer der besten Breakbuilder auf der Tour.“

Nach dem German Masters waren die Welsh Open ein weiteres Highlight und ich freue mich schon auf das kommende Turnier in China. Geändert hat sich nun übrigens die Rangliste, denn morgen gibt es den nächsten Cut und ich werde Euch hier auf dem Laufenden halten. Genießen wir erst einmal die Nachwirkungen des Finals und ansonsten wünsche ich einen guten Start in die Woche.

Welsh Open Finale: Mark Selby vs Ding Junhui

19 Feb

Da habe ich mich also, wie auch viele andere sogenannte Experten, wohl kräftig vertan, als ich die Paarung für das Finale der Welsh Open vorhergesagt habe. Entgegen meiner Prognose haben sich Ding Junhui und Mark Selby in ihren Halbfinal-Spielen durchgesetzt und bestreiten heute das Finale in Newport.

Dabei hatte ich einen deutlichen Sieg von Shaun Murphy vorhergesagt, nachdem Ding in den vergangenen Monaten eigentlich kaum zu seinem Spiel gefunden hatte. Ein Spiel, das selbst Ronnie O’Sullivan zu begeistern im Stande ist. Der Engländer sagte einst, dass er sogar Eintritt bezahlen würde, um den Chinesen spielen zu sehen.

Warum hat er also in der jüngsten Vergangenheit nicht so überzeugen können? Ding selber meinte, dass er kaum Zeit habe, vernünftig zu trainieren. Denn er vermisste seine Heimat, wenn er lange in England wohnen würde. „Es war in der letzten Zeit sehr schwierig für mich, da ich immer viel nach China geflogen bin und so nicht gut trainieren konnte“, so Ding gegenüber World Snooker.

„Wenn ich zwei oder drei Monate in England bleibe, bekomme ich immer Heimweh. In den letzten paar Wochen habe ich aber so gut trainiert, wie seit langer Zeit nicht mehr. Mein Spiel wird besser. Ich freue mich natürlich auf das Finale und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, ergänzte Ding Junhui, der von einer großen Anzahl von chinesischen Fans der Cardiff Universität unterstützt wurde.

Das 6:2 war vielleicht ein wenig zu deutlich, aber Shaun Murphy hat es eben verpasst, seine Chancen zu nutzen. „Wenn du gegen die besten Snooker-Spieler der Welt antrittst, dann musst du gut und hart spielen. Das habe ich heute nicht geschafft. Ich habe nur zwei Frames in einem Rutsch gewonnen und das ist nicht gut genug. Ich habe einfach meine Chancen nicht genutzt.“

Für Ding ist es das erste Ranking-Event Finale seit fast zwei Jahren. Im Finale trifft er auf Mark Selby, der sich mit 6:2 gegen Ronnie O’Sullivan durchsetzte. Hier hatte ich auf einen knappen Sieg des Unterlegenen getippt und auch hier lag ich komplett daneben. Dabei beendete der Jester from Leicester den Acht-Spiele-Run des O’Sullivan.

Es war ein wirklich sehr zerfahrenes Match, in dem Selby auf der einen Seite Glück hatte, auf der anderen Seite das Tempo gut aus der Partie nahm und O’Sullivan immer wieder in Safe-Duelle verwickelte. Dabei brauchte O’Sullivan über 20 Minuten, um überhaupt einen Ball lochen zu können. Erst im zweiten Frame kam er dann in Fahrt.

Der Knackpunkt war vielleicht Frame drei, als O’Sullivan kurz vor dem 2:1 stand, dann aber Rot verschoss und Selby abräumte. „Mein Spiel war ok und ich habe einige gute Safetys gespielt. Der dritte Frame war dann entscheidend, denn wenn Ronnie mit 2:1 in Führung gegangen wäre, hätte er eventuell einen größeren Vorsprung herausgespielt“, so Selby.

Und so nahm das Unglück für O’Sullivan seinen Lauf. Richtig ins Match kam er nie und musste sich immer wieder durch Safe-Duelle quälen – zudem produzierte er einige Fehler, die Selby gnadenlos ausnutzte. Dabei ist der Weltranglisten-Erste eben ein unheimlich unbequemer Gegner, der genügend Selbstvertrauen hat und um seine Stärken weiß.

O’Sullivan soll gesagt haben, dass Selby ein sehr langsamer Spieler ist. Selby antwortete darauf: „So eine Kritik interessiert mich nicht, denn dazu hat jeder eine andere Meinung. Für mich war es auch ein ganz normales Match. Ronnie zu schlagen ist natürlich immer etwas Besonderes und ein Finale zu erreichen bedeutet mir sehr viel.“

Selby lässt sich nicht aus der Reserve locken und spielt eben das klinische Spiel eines Spitzenspielers. Es bringt ihm ja nichts, mit Wut im Bauch in ein Match zu gehen. Seine Stärke ist die Engelsgeduld und die wird er auch im Finale in die Waagschale werfen. Ich sollte aus meinem Fehler gelernt haben und mir jegliche Tipps verkneifen.

Dennoch denke ich, dass Selby das Finale gewinnen und nach dem Erfolg beim Shanghai Masters seinen insgesamt dritten Rangking-Titel einfahren wird. Im Best-of-17-Modus glaube ich zwar nicht an ein Match über die volle Distanz, doch komplett abschütteln lassen wird sich der Chinese nicht. Selby gewinnt mit 9:6.

Welsh Open: Der Halbfinal-Check

18 Feb

Bei den Welsh Open haben wir das Halbfinale erreicht und die ganz großen Überraschungen sind ausgeblieben. Es ist einmal mehr kein Waliser in der Runde der letzten Vier und ein Telefon verhinderte den Einzug von Stephen Lee – eine Überraschung beim Snooker-Turnier in Newport wäre also möglich gewesen.

Einen großen Rückblick können wir uns glaube ich sparen. Ronnie O’Sullivan hat jedoch endlich wieder seinen Angstgegner Judd Trump besiegt und beiden Snooker-Profis zuzusehen, war in diesem Falle eine wahre Wonne.  The Rocket trifft nun auf Mark Selby, der mit seinem Minimalisten-Snooker Stephen Maguire zur Strecke brachte.

Das Duell war nicht minder spannend, bot dabei aber ganz andere Schwerpunkte. Maguire probierte sich in hohen Breaks, Selby ist aber der Mann, der eher durch Safe-Spiel und kleinere Breaks auffällt. Die Nummer eins der Welt ist dabei wieder voll im Saft, nachdem er in den letzten Monaten an der Bürde der Nummer eins zu tragen hatte.

Dann findet sich noch Shaun Murphy im Kreis der vier Halbfinalisten und ich hatte es schon im Vorfeld geschrieben, der Magician ist ein ernster Anwärter auf den Titel. Sein Gegner heißt nun Ding Junhui und der Chinese hatte viel Glück, hier noch dabei zu sein. Stephen Lee hatte im Endspiel auf die Farben die große Chance, seinen Lauf fortzuführen, ein Telefon machte ihm dabei einen Strich durch die Rechnung.

Als er Grün lochen wollte, klingelte eines Zuschauers Mobilfunkgerät und Lee konnte in der Bewegung nicht mehr stoppen – er verschoss. Ding machte den Sieg sicher und hatte ein schlechtes Gewissen. „Es ist unentschuldbar“, so Ding bei World Snooker. „Es war großes Pech für Stephen und ansonsten hätte er wohl gewonnen.“

Ronnie O’Sullivan – Mark Selby

The Rocket spielt, als wenn er auf einmal alle Sorgen und Dämonen hinter sich gelassen hätte. O’Sullivan wirkt völlig befreit und nimmt sich, wenn nötig, auch die Zeit, um eine gute Safety zu spielen. Gegen Trump blieb er in jeder Phase ruhig und schien eben den Vorteil zu haben, schon Jahre auf der Tour zu spielen. Vor Monaten hätte er gegen Trump verloren, nun scheinen wir einen Engländer zu sehen, der das Zeug dazu hat, noch viele Titel zu gewinnen.

Auch Mark Selby hat wieder zu seiner Form gefunden, die ihn die Nummer eins der Welt hat werden lassen. Gegen Maguire sah er zunächst wie der etwas schwächere Spieler aus, ist aber in der Lage, durch Tempowechsel und Safespiel an einem vielleicht schwächeren Tag trotzdem mit dem B-Spiel Siege einzufahren.

Ich denke, dass Ronnie O’Sullivan das Match gewinnen wird, aber es wird eine enge Kiste. O’Sullivan ist der bessere Potter, aber Selby hat beim taktischen Spiel seine Vorteile. Am Ende reicht es für O’Sullivan zu einem 6:5-Erfolg.

Ding Junhui – Shaun Murphy

Über Ding Junhui habe ich vorhin schon kurz gesprochen. Sein Einzug ins Halbfinale kam etwas überraschend, auch wenn ich mir seine Leistung beim German Masters ins Gedächtnis rufe. Dort unterlag er Yu Delu und machte einen wirklich schwachen Eindruck. In Newport hat er immerhin John Higgins besiegt, dabei aber auch Glück.

Shaun Murphy macht derweil einen besseren Eindruck und hat mich mit seinem Spiel hier bei den Welsh Open mehr überzeugt. Sein Lochspiel funktioniert und gegen Mark Allen zeigte er sich locker und in Form. Murphy hat in den vergangenen Wochen zugelegt und ist für mich der Favorit. Der Engländer wird auch sicher das Finale erreichen und Ding mit 6:3 besiegen.

Australian Open 2012 bestätigt

16 Feb

Ich bin mir nicht sicher, wie viele Menschen aus Australien der deutschen Sprache mächtig sind und dann auch noch meinen Blog besuchen, falls sich aber jemand hierhin verirrt hat, darf er sich nun freuen. Denn die Snooker-Elite wird auch in der kommenden Saison den weiten Weg nach Australien auf sich nehmen, um bei den Australian Open anzutreten.

Erneut wird das Snooker-Turnier im Bundesstaat Victoria ausgetragen, genauer gesagt in Bendigo. Louise Asher, der Minister für Tourismus, erklärte World Snooker: „Gratulation an Australiens Neil Robertson zum Gewinn des Masters. Ich denke, viele australische Fans werden es sich nicht entgehen lassen, Mr. Robertson bei seinem Heimturnier zu sehen.“

Auch Robertson zeigte sich natürlich zufrieden, erneut vor seinen Fans spielen zu können. „Die Atmosphäre im letzten Jahr war unglaublich und ich freue mich sehr auf das Event im Jahr 20112. Ich kann allen Leuten nur empfehlen, sich schnell eine Karte zu kaufen, denn es gibt kaum etwas Besseres, als Snooker live.“

Bei den anderen Snooker Spielern ist die Meinung da sicherlich geteilt, wenn ich mir die Meinungen der Vergangenheit ins Gedächtnis rufe. Mark Williams hatte seinerzeit geklagt, dass Aufwand und Ertrag nicht stimmen würden. Das Preisgeld im Vergleich zu Hotelkosten, Flug und Verpflegung stimme nicht und er wolle sich in Zukunft eine Reise nach Australien ersparen.

Anders sieht es natürlich Stuart Bingham, der im letzten Jahr in Bendigo seinen ersten Snooker-Titel gewann. „Es ist aufregend, wieder in der selben Halle zu spielen. Es ist die perfekte Chance für die Fans, den Sport auf höchstem Niveau zu sehen.“ Die 16 Top-Spieler treffen dabei auf 16 Qualifikanten und zwei australische Wild Card-Spieler.

Welsh Open: Der Favoritencheck

13 Feb

Mit den Welsh Open startet heute das letzte Ranglistenturnier, bevor die Rangliste ein letztes Mal in dieser Saison aktualisiert wird. Es folgen mit den Haikou World Open und den China Open noch zwei Ranking Events in China, bevor es ins Crucible zur WM geht. Wie bei jedem Turnier gibt es auch in Newport eine handvoll Favoriten, die ich hier vorstellen möchte.

Zunächst eine gute Nachricht für alle Fans der Spieler, die sich nicht sicher sein konnten, in den Top 16 zu bleiben. Ding Junhui hat Mark Davis in der ersten Runde mit 4:0 besiegt und damit kann der Engländer nicht mehr in den Kampf eingreifen, muss sich demnach auch für die WM qualifizieren. Mehr Anwärter für einen Sprung in den Elitekreis gab es nicht.

Stephen Maguire

Der Merlin of Milton darf sich berechtigte Hoffnungen machen, seit dem Gewinn der China Open im Jahr 2008 endlich wieder ein Ranglistenturnier gewinnen zu können. Sein Talent ist unbestritten, doch nervlich ist der Schotte nicht immer auf der Höhe und gehört wohl zu den ungeduldigsten Spielern auf der Tour. Zu Beginn der Saison legte Maguire auch einen ausgemachten Fehlstart hin, scheiterte bei den Australian Open sowie beim Shanghai Masters jeweils in der ersten Runde.

Bei der UK Championship gelang ihm dann immerhin der Einzug ins Viertelfinale, bevor der 30-Jährige in Berlin zu einem Siegeszug ansetzte. Zwar verlor er im Finale gegen Ronnie O’Sullivan, schaltete aber immerhin auf dem Weg dorthin John Higgins und Shaun Murphy mit glatten Siegen aus – jeweils zu Null. Zudem gewann er PTC-Event Nummer zwölf.

Ronnie O’Sullivan

Der Engländer ist ein ganz spezieller Fall. In der Weltrangliste drohte er aus den Top 16 zu fallen, da er die PTC-Tour in den meisten Fällen gnadenlos ignoriert und zudem auch das eine oder andere Ranglistenturnier auslässt – so auch die Australian Open. Die folgenden beiden Turniere beendete er im Achtelfinale, verlor dabei gegen Anthony Hamilton und Judd Trump.

Von MC Rob Walker wird O’Sullivan immer als der begnadetste Spieler auf der Tour angepriesen und diese Einschätzung zeigte er dann auch endlich beim „Heimspiel“ in Berlin. Nach seinem unglaublichen Comeback in Runde eins spielte The Rocket wie in früheren Tagen und zeigte dabei neben seinem beeindruckenden Lochspiel auch viel Geduld und starkes Safespiel. In dieser Form muss er zu den Favoriten gehören – was bei den Buchmachern allerdings grundsätzlich der Fall ist.

Shaun Murphy

Auf der PTC-Tour hat sich der Magician in dieser Saison zwar zurückgehalten, zum Saisonbeginn zeigte er allerdings in Australien eine gute Leistung und erreichte direkt das Halbfinale. Zu einem Turniersieg reichte es zwar nicht, allerdings zeigt Murphy eine sehr konstante Leistung und verpasste es nur, dies auch wirklich konsequent umzusetzen.

In Shanghai und bei der UK Championship erreichte er jeweils das Viertelfinale, bevor es in Berlin so wirkte, als ob der Knoten platzen könnte. Im Halbfinale zeigte er dann leider seine schlechteste Leistung, traf dazu aber auch auf einen wie entfesselt aufspielenden Stephen Maguire. Zudem verlor er das Finale beim Masters. Aber wer ihn kennt, weiß um seinen Optimismus und den Glauben an die eigene Stärke.

Judd Trump

Als neuer Stern am Snookerhimmel wurde Trump nach seinen überragenden Leistungen Ende der letzten Spielzeit gefeiert, doch hatte der 22-Jährige zu Beginn der neuen Saison einige Probleme, diese Leistungen zu bestätigen. In Australien und Shanghai kassierte er Niederlagen in Runde eins, bevor er sich bei der UK Championship den Titel sicherte.

Zwei weitere Erfolge gab es für ihn auf der PTC-Tour. Trump wird in jedem Turnier in der kommenden Zeit auf den Zetteln der Buchmacher stehen, doch muss er auch damit umgehen können. Einen kleinen Riss in seiner Welt gab es beim Masters, als er Neil Robertson nach der Niederlage im Halbfinale verbal attackierte. Bei dem ganzen Rummel um ihn sind solche Aussetzer allerdings nur verständlich und wenn er sich auf sein Spiel konzentrieren kann, ist er immer ein heißer Kandidat auf den Titel.

Mark Williams

Der Waliser hat ein Heimspiel in Newport, wobei die Schwäche der Waliser bei diesem Event schon zum guten Ton gehört. Williams konnte das Turnier zuletzt 1999 gewinnen und nimmt nun einen neuen Anlauf. Dabei ist es an der Zeit für einen Titel, nachdem er in den ersten beiden Turniere der Saison jeweils äußerst knappe Final-Niederlagen kassierte.

Ende der Saison ging ihm ein wenig die Luft aus, wobei Williams keine Niederlage in der ersten Runde kassierte. Seine Beharrlichkeit und Souveränität könnten ihm in Wales endlich wieder einen Titel bescheren und von den Spielern, die in dieser Saison keinen Titel gewinnen konnten, ist er erster Anwärter.

Nun gibt es natürlich noch weitere Snooker-Spieler, die zum Kreis der Favoriten gehören. Mark Selby ist natürlich ein Kandidat, doch hat er zuletzt nach seinem Sieg in Shanghai keinen sonderlich guten Eindruck gemacht. Neil Robertson hat sicherlich auch alle Chancen, doch traue ich ihm den Sieg ebenfalls nicht zu.

Mark Allen hat ebenfalls immer wieder seine Momente, scheitert nur zu oft in entscheidenden Situationen. Dabei verfügt er über die Qualitäten. Bei John Higgins sieht es anders aus. Nach seinem triumphalen Siegeszug Ende der abgelaufenen Saison bekommt der Wizard of Wishaw kein Bein auf den Boden und es wirkt so, als ob er sein Spiel verloren hat. Er will sich nun einen eigenen Snooker-Raum bauen, aber bei den Welsh Open sehe ich ihn noch nicht im Kreis der Titelkandidaten.

Ein Geheimfavorit könnte Matthew Stevens sein, der sich aus seinem Formtief befreien konnte und zuletzt in Berlin eine beeindruckende Leistung abgeliefert hat. Spannend dürfte es indes sein, wie Ding Junhui seine Erstrundenniederlage in Berlin verdaut hat. Seinen Auftakt gegen Mark Davis hat er mit 4:0 gewonnen und zeigte sich gut erholt.

Hendry, Doherty und Davis starten bei den Welsh Open

11 Feb

Am Montag (13. – 19. Februar) beginnen die Welsh Open in Newport und für die Profis ist es die letzte Chance, ihren Setzplatz für die Weltmeisterschaft im Crucible Theatre zu sichern. Denn nach dem Turnier wird die Weltrangliste aktualisiert und der Sieger kann immerhin 5.000 Punkte sowie gut 35.000 Euro einstreichen.

Schön zu sehen ist dabei, dass mit Stephen Hendry, Ken Doherty und Steve Davis gleich drei ehemalige Weltmeister die Qualifikationsrunden überstanden und ihre Teilnahme gesichert haben. Auch Mark Davis ist im Hauptfeld vertreten, dabei erster und einziger Anwärter aus der unteren Hälfte auf einen Platz in den Top 16. Denn der Engländer ist als Ranglisten-17. erneut auf dem Sprung.

Auf Platz 16 liegt Stuart Bingham und hat knapp 1.300 Punkte Vorsprung auf Davis. Dahinter liegt noch Ricky Walden, aber er verlor in der Quali mit 3:4 gegen Steve Davis und hat demnach keine Chancen auf Punkte in Newport. Auf der 19 finden wir Andrew Higginson, der durch seine Erstrunden-Niederlage gegen Ronnie O’Sullivan beim German Masters alle Chancen auf einen Platz unter den Top 16 verspielt hat.

So kann alleine Mark Davis noch dafür sorgen, dass Bingham, Stephen Lee, Ronnie O’Sullivan oder auch Lokalmatador Matthew Stevens sich den Traum Weltmeisterschaft erst in der Qualifikation sichern können. Zudem trifft er in Runde eins auf Ding Junhui, der zugegebenermaßen nicht unbedingt in bestechender Form ist.

Nächster Gegner dürfte dann John Higgins sein, der seinen Auftakt gegen Liang Wenbo bestreiten muss. Und auch der Wizard of Wishaw sucht momentan nach seinem Spiel. Für Davis eine gute Chance und man darf gespannt sein, wie sich die anderen Spieler zu Beginn schlagen.

Nach seinem guten Auftritt in Berlin steht gerade Matthew Stevens im Mittelpunkt des Geschehens. Der 34-Jährige befindet sich in guter Form und musste in den letzten Jahren regelmäßig durch die Qualifikation, um an der WM teilnehmen zu können. Als 14. ist er momentan qualifiziert und möchte auch nach dem Heimturnier dort stehen – mit Blick nach oben.

„Ich war in Berlin sehr zufrieden mit meinem Spiel, gerade beim 5:1 gegen Neil Robertson. Denn er ist immerhin einer der besten Spieler in der Welt. Das hat gezeigt, dass ich immer noch jeden Gegner schlagen kann, zumindest wenn ich gut spiele“, so der Walisische Drache gegenüber worldsnooker.

„Meine Teilnahme an der WM ist nicht sicher, aber so gut wie. Wenn ich mein erstes Match gewinne, besteht daran eigentlich kein Zweifel mehr. Es liegt also in meiner Hand. In den letzten Jahren musste ich mich immer für das Crucible qualifizieren und es ist wirklich keine schöne Situation. Denn es sind wirklich harte Matches. Im letzten Jahr habe ich Fergal O’Brien mit 10:9 auf die letzte Schwarze besiegt und das muss ich nicht nochmal haben.“

Dies ist durchaus zu verstehen und ich für meinen Teil freue mich immer, wenn ich Stevens spielen sehe. Auch Ronnie O’Sullivan möchte ich bei der WM nicht missen, auch wenn dafür Mark Davis auf der Strecke bleiben muss. Das ist sicherlich Ansichtssache und es mag auch Fans von Davis unter Euch geben.

Ein Favoritencheck folgt und bis dahin könnt Ihr Euch hier den Draw ansehen.

Welsh Open: John Higgins vor dem Hattrick

8 Feb

John Higgins kommt in dieser Saison einfach nicht richtig auf Touren. Konnte er in der letzten Spielzeit noch die UK Championship, die Weltmeisterschaft und die Welsh Open gewinnen, so sieht es momentan recht mau aus und zuletzt unterlag er Stephen Maguire mit 0:5 beim German Masters.

Der Wizard of Wishaw hat ein wenig verloren im Vergleich zu anderen Spielern und sein Allround-Spiel, welches ihn in der Vergangenheit ausgezeichnet hat, funktioniert nicht mehr. Ihn nun zum alten Eisen zu werfen, ist jedoch viel zu früh. Er wird sicherlich noch Turniere gewinnen, die Frage ist nur, wann er wieder zu alter Form findet.

Es gibt da relativ viele Ansätze. Auf der einen Seite hat er nach Ablauf seiner Sperre einfach so unglaublich gut gespielt, dass irgendwann einfach der Bruch und vielleicht auch die Leere kommen mussten. Auf der anderen Seite hat Higgins gegenüber World Snooker erklärt, sein Snooker-Spiel zu sehr schleifen zu lassen.

Als junger Spieler habe er natürlich wesentlich häufiger trainiert. „Natürlich trainiere ich nicht mehr so hart wie früher, als ich ein junger Spieler war. Aber das könnte sich bald wieder ändern“, so Higgins, der bisher immer das Haus verlassen musste, um in den Club zu gehen, wo sein Tisch steht.

Bei Familie Higgins wird nun jedoch angebaut und der viermalige Weltmeister gönnt sich einen Snooker-Trainingsraum. „Früher wollte ich zum trainieren immer in den Club gehen und es fühlte sich so an, als ob ich zur Arbeit gehen würde. Aber Spieler wie Graeme Dott oder auch Stephen Hendry haben ihre Tische alle zu Hause. Also sollte ich das vielleicht auch machen.“

Am Anreiz für die Welsh Open wird es sicherlich nicht mangeln, denn Higgins kann den Hattrick schaffen, nachdem er im Jahr 2010 Ali Carter und im letzten Jahr Stephen Maguire im Finale besiegen konnte. Ohnehin, so Higgins, befindet sich der Sport in einem Wandel und es fühle sich gut an, Teil davon zu sein.

„Im Snooker geht es im Moment einfach hoch her. Die Tour wird weiter ausgebaut und einige gute Spieler rücken nach. Es ist sehr aufregend, als Spieler dabei zu sein und ich hoffe, den Fans geht es ähnlich. In Newport wird es spannende Matches zu sehen geben und es wird Schlag auf Schlag gehen. Denn die Matches sind im Modus Best-of-Seven.“

Eine Vorschau gibt es hier dann später zu lesen.