Masters: Shaun Murphy nicht zu stoppen

21 Jan

Shaun Murphy hat erstmals in seiner Karriere das Finale des Masters erreicht. Der Magician trifft nun auf Neil Robertson und kämpft um die prestigeträchtige Trophäe des wichtigsten Einladungsturnieres. Im Halbfinale beakam Murphy es mit John Higgins zu tun, der immer noch nicht in Bestform agiert, dennoch nur knapp mit 4:6 unterlag.

Gegen Gould und Selby hatte Murphy schon beeindruckende Leistungen gezeigt und ich werde nicht müde es zu betonen, für mich galt er seit der ersten Runde zu den Top-Favoriten. Im Prinzip sind alle Spieler Top-Favoriten, wenn man bedenkt, dass hier in London nur die 16 besten Spieler der Welt agieren.

Aber neben Trump war er für mich der erste Anwärter auf den Sieg. Ich hatte es schon erwähnt, Higgins scheint nach seinen Siegen bei der UK Championship und der WM ein wenig von der Rolle und spielt nicht mehr in der dominanten Art, wie man es gewohnt ist. Es ist sicherlich der beste Allround-Spieler und braucht im Normalfall wenig Chancen, um einen Frame zu gewinnen.

Gegen Murphy kam er aber nur auf zwei Breaks von über 50 Punkten, war aber trotzdem drauf und dran, einen Entscheidungsframe zu erzwingen. Dabei hatte Murphy bereits mit 3:0, 4:2 und 5:3 geführt, dabei drei Centurys gespielt. Aber Higgins blieb dran. Gerade in diesen entscheidenden Situationen kann er eben diesen Gang hochschalten – und das ist fast einzigartig.

Bei 4:5 bekam er dann nach einem Fehler beim langen Einsteiger von Murphy die Chance und räumte bis Blau alles ab. Dabei blieb er jedoch auf Pink hängen und riskierte den langen Pot auf die gelbe Tasche. Doch der Wizard of Wishaw verschoss, Pink legte sich gnadenlos vor die grüne Tasche und Murphy bedankte sich auf seine Weise.

Mit Robertson als Finalisten hatte ich wirklich nicht gerechnet im Vorfeld, aber man darf den Australier nie unterschätzen. Gegen Mark Allen war er sicherlich im Vorteil, aber im Viertelfinale war Mark Williams schon mein Favorit. Dann kam ja noch die defekte Pomeranze dazu, aber umso mehr freut es mich, dass er dann Judd Trump besiegt hat. Über dessen verbale Entgleisung hatte ich vorhin ja schon ein paar Zeilen geschrieben.

Und Shaun Murphy war auch nicht unbedingt der Kandidat, den ich im Finale gesehen habe. Er spielt sicherlich keine schlechte Saison, die ganz großen Ergebnisse waren jedoch nicht dabei. Der Sieg beim Brazilian Masters war der Höhepunkt. Aber seine Leistungen haben mich bisher überzeugt und ich tippe auf ihn als Sieger beim diesjährigen Masters.

Beide Kontrahenten sind in jedem Fall Spieler, die mit langen Einsteigern glänzen können und von daher wird das Safe-Spiel von entscheidender Bedeutung sein. Ich für meinen Teil freue mich natürlich auf ein packendes Finale und ich gehe davon aus, dass ein langer Abend bevorsteht. Zum Glück habe ich Montag eine Spätschicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: