Masters: Murphy und Robertson im Halbfinale

21 Jan

Ich hatte es nach dem 6:2-Sieg gegen Martin Gould schon erwähnt: Shaun Murphy gehört für mich zum engen Kreis der Favoriten. Auch gegen Mark Selby überzeugte der Magician, fuhr ebenfalls einen ungefährdeten 6:2-Erfolg ein. Knapper ging es beim Match zwischen Mark Williams und Neil Robertson zu – der Australier gewann mit 6:4.

Irgendwo galt Selby natürlich als Favorit, denn der Jester from Leicester hatte das Masters in den letzten Jahren gleich zweimal gewonnen, dazu eine Bilanz von 12 Siegen aus 14 Spielen. Beide Spieler wirkten zunächst aber sehr nervös und Fehler brachten jeweils die ersten Framegewinne. Erst scheiterte Murphy auf die letzte Rote, danach versemmelte Selby eine Safety auf Schwarz.

Danach kam Murphy auf Touren und gewann die nächsten beiden Frames mit Breaks von 88 und 52. In Frame fünf war er sogar auf Maximum-Kurs, verschoss allerdings die zehnte Rote – das 5:1 holte er sich mit einer 65. Selby kam noch einmal zurück, leistete sich ansonsten einfach zu viele Fehler.

Einer dieser Fehler verhinderte ein mögliches Maximum, nachdem er schon 112 Punkte gesammelt hatte. Ein Stellungsfehler auf die 14. Schwarze brachte eine schlimme Stellung auf Rot und diese verschoss er dann auch. Es wäre das erst dritte Maximum in der Geschichte des Masters gewesen, war aber immerhin das 1.000 Century der Saison.

Im achten Frame legte Murphy mit zwei Breaks eine 68 vor, bevor Selby sich zunächst 31 Punkte sicherte, dann aber das Duell um die letzte Rote verlor. „So fühlt sich also das Halbfinale beim Masters an“, erklärte Murphy, der bislang immer frühzeitig gescheitert war. „Das Turnier hat eine große Geschichte, viel Tradition und ist eins der ersten Turniere, das ich als Kind besucht habe.“

Ebenfalls erstmals im Halbfinale steht Neil Robertson, der sich nicht nur mit Judd Trump auseinandersetzen muss, er braucht auch eine neue Pomeranze. Zunächst einmal hat er aber Mark Williams relativ souverän ausgeschaltet und die Welsh Potting Machine hat daran seinen Anteil gehabt.

Schon im ersten Frame, der über 40 Minuten dauerte, spielte Williams eine wirklich sehr schwache Safety auf Rot und Robertson holte sich das 1:0.  Nach dem Ausgleich verschoss er die letzte Gelbe und das 3:1 sicherte sich der Australier mit einer 95. Doch das Match blieb eng und bis zum 5:4 für Robertson lagen beide Spieler nah beieinander.

Das 5:3 hatte sich Robertson mit einer 119 geholt, dabei war ihm aber seine Pomeranze kaputt gegangen. „Die Pomeranze hat sich immer weiter gelöst. Schlimmer hätte es nicht kommen können und ich habe nur gehofft, dass ich das Match noch beenden kann. Heute Abend muss ich eine neue aufkleben und sie einspielen.“

Trotzdem kam Robertson durch und mit einer 57 stellte er den 6:4-Erfolg sicher. Zu seinen Aussichten ist schwer eine Prognose abzugeben. Abgesehen davon, dass Judd Trump ein starker Gegner ist, muss man abwarten, wie das mit der Pomeranze läuft. „Hoffentlich funktioniert es. Normalerweise dauert es vier bis fünf Tage, um sie einzuspielen.“

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