The Masters: Higgins siegt – Trump spricht

20 Jan

Ich hatte es schon angesprochen, John Higgins hat ein wenig an Fahrt verloren, seit er die zweite Hälfte der letzten Saison so unglaublich dominiert hat, dabei die UK Champs und die WM im Crucible gewann. Beim diesjährigen Masters scheint er wieder in Form zu sein und gewann recht locker mit 6:3 gegen Graeme Dott.

Bis zum 2:2 war es dabei eine enge Geschichte, danach zog der Wizard of Wishaw allerdings mit Breaks von 75, 64 und 109 davon – die Vorentscheidung in diesem Match. Higgins schafft es oft, gerade nach einer Pause den vielzitierten Gang höher zu schalten – ob er nun zurückliegt oder die Führung ausbauen möchte.

Allerdings hat Dott auch einige Chancen liegen gelassen und hätte es seinem Gegner bedeutend schwerer machen können. Nach dem Match ärgerte er sich auch und haderte mit seinem Spiel. Higgins war natürlich zufrieden: „Es war ein bisschen wie im ersten Spiel. Zum Glück für mich war Graeme nicht richtig im Match und nachdem er gut gestartet war, habe ich das 2:1 geholt – ein Wendepunkt.“

Das Niveau ist ansonsten natürlich hoch, da die Top 16 hier ihren Champion ausspielen. „Egal, welches Viertelfinale man sich ansieht, um den Gewinner vorherzusagen, kann man auch einfach eine Münze werfen. Judd und ich sind durch und egal wer dazu kommt, es ist keine Überraschung. Er wird ein fantastisches Wochenende und ich denke, es werden zwei gute Halbfinals.“

Wo wir gerade bei Judd sind, der hat sich natürlich nach dem Sieg gegen Ronnie gegenüber World Snooker noch zu seinem Spiel geäußert und die Stimmen will ich Euch natürlich nicht vorenthalten: „Ich konnte nicht erwarten, mit 4:0 in Führung zu gehen. Aber Ronnie sah nicht so aus, als ob er aufgeben wollte. Also wusste ich, dass es hart werden würde. Nach der Pause hat er sich viele Chancen erarbeitet, aber ich habe eben kaum etwas verschossen. Und wenn er verschossen hat, habe ich gut abgeräumt.

Zu seinem Gegner meinte er: „Ronnie hat alles erreicht, was es zu erreichen gibt. Er hat sein Leben am Tisch und auch abseits genossen und die Leute seit über 20 Jahren unterhalten – dafür lieben die Menschen ihn. Egal, wie lange er noch spielt, er wird immer der Liebling der Fans sein.“ als Kopie von Ronnie will er sich allerdings nicht bezeichnen lassen.

„Ich will aber meinen eigenen Weg gehen und die Dinge eben ein wenig anders machen. Ich will eine eigene Identität haben und nicht der nächste Ronnie O’Sullivan sein. Ich will als Judd Trump gesehen werden und nicht als Spieler, der Ronnie kopiert. Ich denke, das Spiel braucht eine Person, die immer im Rampenlicht steht und Snooker braucht dazu jemanden, der in den Zeitungen steht. Der Platz für neue Spieler ist da und es wird Zeit, dass die alten Helden um Ronnie abgelöst werden. Die neue Generation soll auch für das heutige Snooker stehen“

O’Sullivan zeigte sich indes als fairer Verlierer und erkannte seine Niederlage an: „Judd hat fantastisch gespielt, konsequent gepunktet und einige unglaubliche Bälle gepottet. Er war einfach besser als ich und hat den Sieg absolut verdient. Wenn jemand so gut spielt wie er und zudem noch so ein Selbstbewusstsein hat, dann ist es ganz schwer, ihn zu stoppen. Mehr konnte ich nicht machen, ich habe 100 Prozent gegeben. Und mehr geht eben nicht.“

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