Selby beendet Lee-Aufholjagd

18 Jan

Mark Selby gehörte lange zu den Spielern, die zwar mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machten, es aber nicht schafften, einen Titel zu gewinnen. Dann spielte er das Masters 2008 und traf im Finale auf jenen Stephen Lee, mit dem er sich in der ersten Runde diesen Jahres duellieren musste.

Selby fuhr einen klaren 10:3-Erfolg ein und durfte endlich von sich behaupten, einen Main Tour-Titel im Schrank zu haben. Ein Jahr später scheiterte er erst im Finale und 2010 gewann der Jester from Leicester erneut das wichtigste Einladungsturnier auf der Tour. In diesem Jahr gab es also die Neuauflage des Finals von 2008 und Selby, der eine Quote von elf Siegen in 13 Matches hat, setzte sich mit 6:4 durch.

Mit so viel Spannung hatte ich gar nicht gerechnet, denn Selby war für mich der eindeutige Favorit, auch wenn Lee sich in den letzten Monaten durchaus verbessert gezeigt und zudem die Rückkehr in die Top 16 geschafft hatte. Allerdings war das Schwergewicht der Szene zunächst nicht im Match und Selby holte sich Frame um Frame.

Beim Stand von 5:1 und Breaks von 66, 57 und 110 schien die Niederlage dann auch besiegelt, bis Selby eine Rote verschoss und Lee auf einmal völlig befreit zur Aufholjagd ansetzte. Das war auch bitter nötig, denn Lee twitterte im Midsession Interval, dass er nach Hause laufen würde, wenn er sein Top Break von 30 nicht überbieten könne.

Eine 100 reichte dann zum Glück, denn ganz ehrlich, ob er das geschafft hätte, darf zumindest bezweifelt werden. In der Phase schien Selby kurz beeindruckt, denn obwohl er einige Chancen auf den Sieg hatte, schoss er den Spielball in die Ecktasche oder verschoss mit dem Hilfsqueue. Mit einer 71 machte er den Sack dann aber doch noch zu.

„Ich habe bis zum 4:0 eigentlich sehr gut gespielt“, erklärte Selby dann auch. „Aber vielleicht habe ich die Konzentration ein wenig verloren, da ich hoch geführt habe. Normalerweise hätte ich 6:1 gewinnen müssen, aber Hut ab auch vor Stephen, der dann richtig gut gespielt hat.“ Als nächster Gegner wartet nun Shaun Murphy.

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