Higgins siegt und hat keine Angst vor Judd Trump

17 Jan

John Higgins hat Rückkehrer Matthew Stevens beim Masters in London in die Schranken gewiesen und den Walisischen Drachen klar und deutlich mit 6:2 besiegt. Vor dem Match hatten zwar die Buchmacher auf den Schotten gesetzt, doch der wirkte in den letzten Wochen und Monaten ein wenig von der Rolle.

Nach seinem nahezu unglaublichen Comeback, als er die Sperre abgesessen und die UK Championship sowie die WM gewonnen hatte, schien ihm ein wenig die Geduld und das Spiel abhandengekommen zu sein. Bei Matthew Stevens schienen im Auftaktmatch zunächst die Nerven nicht mitspielen zu wollen.

Zwar hat er im Jahr 2000 seinen vielleicht größten Erfolg beim Masters feiern können, als er Ken Doherty besiegte, danach kam er in acht Versuchen nicht über die erste Runde hinaus. Und in den letzten Jahren war er nicht dabei, da er kein Mitglied der Top 16 war. So durfte man durchaus gespannt sein.

Es war zwar keine einseitige Angelegenheit, doch hatte man selten das Gefühl, dass Stevens hätte den Sieg erringen können. Nach dem 1:1-Ausgleich durch den Waliser zog Higgins bis zum Interval auf 3:1 davon und hatte auch im fünften Frame die Chance, Stevens gewann den Frame jedoch mit einer 65. Danach machte Higgins den Sack aber zu.

„Ich habe sehr solide gespielt“, so Higgins nach dem Match. „Obwohl ich nicht Großartiges gemacht habe, habe ich doch konsequent gepunktet. Ich war allerdings ein wenig nervös, denn es war mein erstes Match nach den UK Championship und Matthew hat in der Champions League gespielt.“

Zur Arena und dem Publikum erklärte der Wizard of Wishaw: „Ich finde die Halle besser als die Wembley Arena, die irgendwo keine Seele hatte. Barry Hearn kennt ja die Atmosphäre beim Darts und man ist hier einfach näher dabei. Ich hoffe, das Masters wird hier bleiben.“

Interessant waren übrigens seine Aussagen zu der Frage, was er von dem Hype um Judd Trump hält. Auf World Snooker sagte er: „Die Spieler in deinem Alter sind immer die Gradmesser. Von daher denke ich nicht, dass Spieler wie Ronnie O’Sullivan oder auch Mark Williams sich da irgendwelche Sorgen machen.“

Weiter sagte Higgins: „Ich glaube, Neil Robertson, Shaun Murphy oder Mark Selby haben da mehr Probleme mit. Alle gehen davon aus, dass Trump die Welt dominieren wird. Sie haben noch einige Zeit vor sich und müssen nun versuchen, ihm zu folgen und mitzuhalten.“

Zwei der noch jüngeren Spieler trafen sich ebenfalls in Runde eins und Mark Allen musste sich Neil Robertson mit 3:6 geschlagen geben. Zunächst war es ein temporeiches Spiel, in dem Allen erneut viel Risiko ging, aber auch einige Fehler zuviel in sein Spiel einbaute. Mit Breaks von 88 und 124 ging er jedoch mit 2:1 in Führung. Der Australier behielt aber die Nerven, und spielte das Match fast klinisch herunter.

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Eine Antwort to “Higgins siegt und hat keine Angst vor Judd Trump”

  1. Fabius 3. Februar 2012 um 16:18 #

    Schoener Blog, gefaellt mir sehr. Auch schoene Themen.

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