Allen, Robertson, Trump und Walden erreichen Halbfinale

9 Dez

Die Halbfinals sind komplett und von den üblichen Verdächtigen habe es lediglich Neil Robertson und Judd Trump bis in die Runde der letzten Vier geschafft. In einem Turnier der großen Überraschungen erwischte es zuletzt Shaun Murphy, der Ricky Walden unterlag. Als großer Favorit muss nun Judd Trump gelten und Barry Hearn wird viel Angst haben, Mark Allen die Trophäe überreichen zu müssen.

Denn Trump, der beim Sieg gegen Ronnie O’Sullivan sich noch mit seiner Leistung unzufrieden gezeigt hatte, entzauberte Stephen Maguire und setzte sich mit 6:3 durch. Der Merlin of Milton war nahezu chancenlos, als Trump wieder an das Niveau anknüpfen konnte, was ihn zum Ende der letzten Saison so stark gemacht hatte.

Krachende Pots und unglaubliche Risikobereitschaft paarten sich mit einer ausgezeichneten Lochquote. Der Merlin of Milton war zwar mit 1:0 in Führung gegangen, durfte die Zeit bis zum 1:5-Rückstand dann zum großen Teil auf dem Sessel verbringen. Dabei spielte Trump Breaks von 72, 63, 106 und 106.

Maguire wachte danach auf und konnte ansatzweise das Level erreichen, auf dem er beim Sieg gegen Titelverteidiger John Higgins agiert und beeindruckt hatte. Mit Serien von 62 und 80 schaffte er den Anschluss, doch Trump konterte mit einer 120 und trifft nun auf Neil Robertson, der Stevens-Bezwinger Ding Junhui klar mit 6:2 abfertigte.

„Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, wie in den letzten Tagen“, so Trump gegenüber den englischen Kollegen von Eurosport. „Mein Safe-Spiel ist noch nicht gut genug, aber ich spiele und treffe sehr gut. Dazu fühle ich mich unheimlich wohl auf den TV-Tischen.“ Gegen Robertson hatte er in der ersten Runde der WM gewonnen und der Australier brennt natürlich auf Revanche.

Bis zum 2:1 konnte Ding mithalten, lag nach einer 66 in Führung. Das Match war sicherlich nicht hochklassig, doch das wird Robertson kaum stören, der sich gegen Trump allerdings gewaltig steigern muss, will er das Finale erreichen. Wer auch immer dieses Halbfinale gewinnt, wird sicherlich als großer Favorit auf den Titel gehandelt.

Denn Ricky Walden war sicherlich nicht in dieser Runde erwartet worden. Der Qualifikant, der um die Rückkehr in die Top 16 kämpft, schaltete Stephen Lee, Mark Williams und auch Shaun Murphy aus. Und seine Chancen auf das Finale stehen nicht unbedingt schlecht, denn im Halbfinale trifft er auf Mark Allen. Der Nordire, der sicherlich sehr gerne aus den Händen von Barry Hearn die Trophäe bekommen würde, gewann mit 6:5 gegen Marco Fu.

Fu musste dabei einen katastrophalen Start verkraften. Bei einer Lochquote von 20 Prozent war er Allen in allen Bereichen unterlegen, kämpfte sich dann aber langsam ins Match hinein und hatte bei einer 5:4-Führung die große Chance, den Sieg nach Hause zu bringen. Allen zeigte aber keine Nerven, gewann die letzten beiden Frames und darf nun auf seinen ersten Titel hoffen.

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