Hearn: Mark Allen ist ein verrückter kleiner Junge

7 Dez

Auch am fünften Tag der UK Championship stand nicht zwingend der Sport im Vordergrund. Über die Rücktrittsgedanken von Ronnie O’Sullivan habe ich bereits etwas geschrieben, bleibt also noch die kleine Privatfehde zwischen Mark Allen und Barry Hearn. Da rückte glatt das Ausscheiden von Mark Williams und Mark Selby in den Hintergrund.

Doch beginnen wir am Anfang. Mark Allen hatte sich öffentlich über Hearn beschwert, da der Snooker-Boss die Distanzen bei der UK Championship verkürzt hatte. Das ist sein gutes Recht, doch bei eurosport.co.uk wird er mit folgenden Worten zitiert: „Die Spieler spielen bei Hearn keine Rolle, also sch*** auf die Spieler.“

Danach machte er auch sportlich auf sich aufmerksam, als er Ali Carter mit 6:2 abfertigte und ins Viertelfinale einzog. Zur anschließenden Pressekonferenz erschien er mit einem Tape-Band über den Mund. Kindisch trifft es in diesem Fall ganz gut. Jedenfalls fehlt ihm noch ein Titel und die Gegner werden nicht zwingend stärker, da einige der Favoriten schon die Segel streichen mussten. Ronnie O’Sullivan, Mark Williams, John Higgins und Mark Selby sind bereits raus.

Mark Allen auf der Pressekonferenz (Copyright Janie Watkins)

So trifft Allen nun wohl auf Marco Fu, der Selby mit 6:3 ausschaltete. Natürlich könnte es auch sein, dass Allen für seinen verbalen Aussetzer bestraft wird. Dabei ist es jedoch nicht unbedingt wahrscheinlich, dass ihm ein Ausschluss droht. Hearn erklärte jedenfalls: „Ich bin zu beschäftigt, um mir Gedanken über die Aussagen eines verrückten kleinen Jungen zu machen. Seine Aussagen sind eine Schande und haben das schöne Turnier überschattet.“

Konsequenzen wollte er dabei nicht ausschließen, ließ jedoch offen, wie diese aussehen könnten. „Wir alle sagen manchmal verrückte Sachen, aber ich bin glücklich, diese Situation an den Disziplinarausschuss abgeben zu können.“ Allen erklärte daraufhin: „Als ich mich zuletzt informiert habe, hatten alle Spieler eigentlich das Recht der freien Meinung. Wenn er beleidigt ist, ist das sein Problem. Will er rechtliche Schritte einleiten, werde ich dagegen kämpfen.“

Man darf wirklich gespannt sein, wie diese Geschichte noch weitergeht. Sportlich ging es auch kräftig zur Sache. Neben Selby ist nämlich auch Mark Williams ausgeschieden. Die Welsh Potting Machine verlor überraschend mit 3:6 gegen Ricky Walden. Der Sieg von Shaun Murphy über Martin Gould war da schon langweilige Normalität.

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