Trump gewinnt epische Schlacht

6 Dez

Judd Trump hat sich in einem hochdramatischen Match gegen Ronnie O’Sullivan durchgesetzt und durch den 6:5-Sieg das Viertelfinale der UK Championship erreicht. Es war absolute Werbung für den Sport, was beide Spieler in ihrem Achtelfinale boten. Am Ende sah es nach einer Respotted Black aus, doch ein Kick stoppte O’Sullivan.

Das Match war an Spannung kaum zu überbieten. Schon vor der Pause schenkte sich beide Spieler nicht viel und Trump konnte nach einer 85 von O’Sullivan mit einem Break von 64 zum 2:2 ausgleichen. Hohe Breaks waren erwartet worden und O’Sullivan bediente diese Einschätzung mit einer 114 zum 3:2.

Trump schlug zurück, und während O’Sullivan knapp 20 Minuten keinen Ball lochte, zog sein Gegner mit zwei Breaks von 76 und 98 vorbei. Beide Spieler zeigten keine Nerven und so wechselte die Führung erneut, denn O’Sullivan konterte mit einer 83 und einer 69. Das Publikum bekam nahezu perfekte Unterhaltung geboten und freute sich, als Trump nach einer 47 von The Rocket doch noch das 5:5 holte.

Der letzte Frame war ein reiner Krimi, denn Trump hatte die Chance auf eine vorzeitige Entscheidung, entschied sich bei seinem 67er Break jedoch zum Schluss für Pink anstelle von Schwarz. Nach einem Fehler kam O’Sullivan nochmals an den Tisch und hatte die Chance, eine Respotted Black zu erzwingen. Doch mitten auf dem Weg dorthin kassierte er einen Kick, verschoss Schwarz und gab auf.

„Ich bin sehr überrascht, dass ich gewonnen habe“, erklärte Trump nach dem Match. „Denn mein Safe-Game war nicht wirklich gut. „Ich wusste, dass ich gut spielen muss, um hier gewinnen zu können – ich war der Außenseiter. Es war insgesamt ein tolles Match.“

Und auch am Nebentisch gab es ein Drama zu sehen Denn Ding Junhui und Matthew Stevens lieferten sich ein ähnlich packendes Match, in dem es nur zu Beginn ein wenig holperte. Als Ding nach einer 5:3-Führung schon wie der sichere Sieger aussah, drehte der Walisische Drache nochmals auf und gewann die beiden folgenden Frames.

Es ging ebenfalls in den Decider, in dem Stevens als erster Spieler in die Bälle kam. Der Tisch war nahezu offen, wobei viele der Roten in der oberen Hälfte lagen. Der Waliser traf dann bei 24 die falsche Entscheidung und wollte den Split auf Schwarz. Im Nachhinein hätte er lieber erst die freien Roten abgeräumt, denn er verstellte sich auf Schwarz, verschoss und Ding bedankte sich auf seine Art und Weise.

Ab Abend scheiterte dann auch der Titelverteidiger. John Higgins musste sich einem zeiweise stark aufspielenden Stephen Maguire beugen, der mit einer 144 auch das neue höchste Turnierbreak spielte. Dabei war Maguire schon mit 5:1 in Führung gegangen, bevor Higgins ebenfalls zu seiner Form fand. Aber es reichte nicht mehr und der Merlin of Milton gewann mit 6:4. In einer Neuauflage des WM-Finals von 2010 setzte sich Neil Robertson mit 6:3 gegen Graeme Dott durch.

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Eine Antwort to “Trump gewinnt epische Schlacht”

  1. Kalle 21. Dezember 2011 um 02:42 #

    Super Post, ich komme nun oefter

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