Higgins und Ding im Glück

4 Dez

John Higgins und Ding Junhui mussten in ihren Eröffnungsmatches bei den UK Championships über die volle Distanz gehen und haben ein Erstrunden-Aus nur mit viel Glück verhindern können. Dagegen hatten Neil Robertson und Graeme Dott wenig Mühe mit ihren Gegnern und Matthew Stevens spielte eine 140.

Rory McLeod war schon im Vorfeld als ein sehr unbequemer Gegner angesehen worden und der Engländer zeigte gegen Higgins eine sehr couragierte Leistung, schnupperte zeitweise gar am Sieg, als er mit 4:2 in Führung lag. Der Wizard of Wishaw hatte große Probleme mit den langen Bällen und fand selten zu seinem so gefürchteten Allroundspiel.

Aber der amtierende Weltmeister kämpfte, spielte Breaks von 65, 59 und 57, drehte somit das Match. Aber auch McLeod ist ein begnadeter Kämpfer und so kam es zu einem Decider. Die Überraschung lag in der Luft, da der Außenseiter zuerst in die Bälle kam. Eine verschossene Rote wendete dann das Blatt, zumal Higgins diese per Fluke traf und danach auch Gelb per Fluke lochte.

„Ich hatte zwei glückliche Flukes, die ich auch brauchte“, so Higgins zu World Snooker. „Rory hat unglaublich gespielt, es war wohl sein bestes Match auf einem TV-Tisch.“ Und auch Mark Davis schnupperte am Sieg, als er Ding Junhui am Rand der Niederlage hatte. Mit Breaks von 78 und 61 war er schnell mit 2:0 in Führung gegangen.

Doch der Champion von 2005 und 2009 konterte und ging seinerseits mit 3:2 in Führung – dabei zeigte der Chinese ein erstes Century von 103 Punkten. Beim Stand von 5:4 sah alles nach einem Sieg von Davis aus, er verlor Frame zehn dann jedoch auf Schwarz und das Unheil nahm seinen Lauf.

Und wie schon bei Higgins hatte auch hier der Favorit das Glück auf seiner Seite. Ding war in den Bällen und legte eine 61 vor. Davis kam nochmals an den Tisch, konnte jedoch nur eine 49 nachlegen, bei Pink und Schwarz noch auf dem Tisch. Ein Fluke auf Pink beendete dann das Match zugunsten des Chinesen. „Ich hatte viel Glück, habe nicht gut gespielt und Frames gewonnen, die ich nicht hätte gewinnen dürfen.“

Wenig Mühe hatten Neil Robertson und Graeme Dott. Der Australier setzte sich klar mir 6:1 gegen Tom Ford durch und auch Dott gewann mit 6:1 gegen einen überforderten Matthew Selt. Spannender hätte es sicherlich beim Match zwischen Matthew Stevens und Marcus Campbell zugehen sollen, doch ein enger Freund von Campbell, der extra nach York gekommen war, verstarb plötzlich.

So fand Campbell, der sich entschieden hatte anzutreten, nie zu seinem Spiel. Zwar konnte er bis zum 2:2 noch mithalten, danach spielte aber nur noch der Walisische Drache, dem dabei mit einer 140 das höchste Break des Turniers gelang (6:2). Ebenfalls in der nächsten Runde steht Stephen Maguire, der in einer sehr unterhaltsamen Partie Stephen Hendry mit 6:3 bezwang.

Das Publikum hatte viel Freude an dem Match und unterstützte Hendry, der sich erstmals seit über 23 Jahren qualifizieren musste, nach Leibeskräften. Nach einem 1:3-Rückstand kämpfte sich der Golden Boy zwar auf 3:3 heran, aber Maguire zeigte danach eine 134 und brachte den Sieg unter Dach und Fach.

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