Ein Maximum und weitere Kritik

25 Nov

Während sich die Spieler gerade durch die Qualifikationsrunden für das German Masters quälen und dabei sogar ein Maximum Break gespielt wurde, hat sich John Higgins zu den PTC-Events in Sheffield geäußert. Der Wizard of Wishaw bläst damit in das selbe Horn, wie auch Ronnie O’Sullivan und Stephen Maguire.

Zunächst einmal zu den Qualifikationsrunden, die in vollem Gange sind. Denn Mike Dunn hat im Spiel gegen Kurt Maflin, das er mit 5:0 gewann, eine 147 gezeigt. Für ihn war es das erste Maximum in seiner Karriere. Insgesamt war es das 79. Maximum in der Geschichte des Spiels. Für die Nummer 40 der Welt natürliche eine ganz besondere Geschichte.

Auf dem Weg nach Berlin schaltete er dann auch noch Mark King aus und hat somit sein Ticket gebucht.  Dorthin geschafft hat es auch Ken Doherty, der Sam Craigie seine erste Finalrunde versaute. Obwohl Craigie schon mit 4:0 geführt hatte, drehte der Ire das Match noch und gewann letztendlich mit 5:4 – dabei spielte er ein Top-Break von 135.

Beeindruckend war die Leistung von Doherty, wenn man bedenkt, dass sein Gegner drei der Frames auf Schwarz und einen auf Pink gewann. So knappe Entscheidungen können natürlich an den Nerven knabbern und deswegen ist die Leistung des Altmeisters umso höher einzuschätzen. Nerven hat ja auch Peter Ebdon.

Der ehemalige Weltmeister traf auf Jimmy White und es kam zu einem Vier-Stunden-Match, in dem sich Ebdon schließlich durchsetzte. White konnte zwar auf 4:4 ausgleichen, doch Ebdon gewann den Decider mit 63:25 und hat sich damit in die Lage gebracht, wichtige Punkte auf dem Weg zurück in die Top 16 sichern zu können.

Ansonsten schafften auch Adrian Gunnell (5:1 gegen Marco Fu), Yu Delu (5:3 gegen Jamie Cope), Joe Perry (5:3 gegen Robert Milkins) und Andrew Higginson (5:2 gegen Jamie Jones) den Sprung nach Berlin.  Ausgeschieden ist hingegen Stephen Hendry, der James Wattana mit 1:5 unterlag und erstmals seit 15 Jahren ein Ranglistenturnier verpasst. Schade natürlich für die Fans in Deutschland.

Die Qualifikation überstanden haben somit Ken Doherty, Peter Ebdon, Adrian Gunnell, Yu Delu, Joe Perry, Andrew Higginson, Mike Dunn, Marcus Campbell, Liu Song, James Wattana, Ricky Walden, Barry Hawkins, Paul Davison, Tom Ford, Ryan Day und Mark Davis.

Raus aus der Garage

Ein anderes Thema sind die PTC-Turniere in Sheffield, die in einer Art Garage ausgetragen werden und keinen Platz für Zuschauer bieten. Ich hatte schon drüber geschrieben, dass einige Profis diese Serie nicht mögen. Ob es nun am niedrigen Preisgeld liegt und viele Spieler eigentlich draufzahlen – was nicht alle sich leisten können –, oder an dem Zwang Ranglistenpunkte einfahren zu müssen.

John Higgins hat nun Verständnis für O’Sullivan und Maguire gezeigt. Gegenüber der Daily Mail sagte der Weltmeister, das Barry Hearn den Stars doch bitte Geschichten wie die PTC-Serie in Sheffield ersparen möge. „Beide haben da einen Punkt getroffen“, so Higgins. „Die Turniere in Sheffield, bei denen es keine Zuschauer gibt, sind unnötig und keiner mag sie.“

Higgins erklärte, Hearn solle sich lieber darum kümmern, mehr Turniere außerhalb von England und Großbritannien zu organisieren, wo Snooker als Spektakel wahrgenommen würde. Als Beispiel führte es das PTC-Event in Antwerpen an, wo 1,500 Zuschauer das Turnier verfolgt hatten. Auf der anderen Seite müsse dort aber investiert werden, da gerade junge Spieler Probleme mit der Finanzierung hätten. „Die Ausgaben der Spieler werden verdoppelt, da es diese PTC-Turniere gibt und sie gespielt werden müssen“, so Higgins weiter. „Denn wenn die jungen Spieler dort nicht antreten, haben sie keine Chance, in der Rangliste aufzusteigen.“

Kritik an der UK Championship-Reform

Natürlich ging es Higgins auch um die UK Championship, die am 3. Dezember starten. Hearn hatte die Distanzen verkürzt, damit alle Spiele auf den beiden TV-Tischen gespielt werden können. Gerade das Turnier in York ist neben der WM und dem Masters das Turnier überhaupt auf der Main Tour und der Schotte war sichtlich angefressen, wie er ESPN mitteilte.

„Um Best-of-17 spielen zu können, hatte ich meinen automatischen Startplatz sofort hergegeben und man hätte eine Qualifikation im Vorfeld spielen können“, so der amtierende Champion. „Die großen BBC-Events, die WM, das Masters und die UK Championship, hatten alle ihre eigene Identität. Die UK´s haben ihre nun verloren.“ Zu diesem Thema habe ich mich auch mit Rolf Kalb, Lasse Münstermann und Dave Hendon unterhalten und das Interview wird es in Kürze hier zu lesen geben.

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