Judd Trump gewinnt in Antwerpen

13 Nov

Viele Diskussionen hatte es in den letzten Wochen um die Players Tour Championship gegeben und zumeist waren es negative Aussagen, die das neue Format begleiteten. In Antwerpen sah man nun die andere Seite, bei der es um den reinen Sport ging und der Respotted Blog war begeistert vom Finale zwischen Judd Trump und Ronnie O’Sullivan.

Mehr hatte sich das Publikum in Belgien eigentlich nicht wünschen können, als Judd Trump nach einem hochklassigen Finale als Sieger feststand. Es gab die volle Distanz zu sehen und einen dreimaligen Weltmeister, der einen 1:3-Rückstand fast noch gedreht und dabei zwei Centuries in folge gespielt hatte. Am Ende setzte sich Trump mit 4:3 durch und die Stimmung war zeitweise so, wie die Profis es hie und da gerne fordern.

Trump war nach Siegen gegen Martin O’Donnell (4:1), Craig Steadman (4:2), Jimmy White (4:3), Tom Ford (4:0), John Higgins (4:2) und Martin Gould (4:1) ins Finale eingezogen und sah sich einem Gegner ausgesetzt, der mit Frames derart geizte, dass er schon schottische Züge angenommen hatte.

In seinen ersten drei Matches gegen Anthony Hamilton, Andrew Norman und Adam Wicheard gab der Engländer nur einen Durchgang ab, erst Stephen Lee agierte bei der 2:4-Niederlage ansatzweise auf Augenhöhe. Neil Robertson und Graeme Dott schafften es indes auch nicht, mehr als einen Frame auf ihr Konto zu buchen.

Bis zum Entscheidungsframe benötigten beide Spieler keine 60 Minuten und neben den beiden Centuries gab es konstant Serien von 60 ‚Punkten und höher zu sehen. Die Entscheidung fiel, als Trump im siebten Durchgang den Frameball per Fluke in die Mitteltasche versenkte und seinen zweiten Erfolg bei dem PTC-Event sicherte.

Aber nochmal zurück zur Stimmung. Judd Trump erklärte World Snooker: „Es war ein sehr spezielles Match, denn die Stimmung war wie im Finale der Weltmeisterschaft. Dazu ist das Publikum immer auf der Seite von Ronnie und es hat mir einen großen Schub gegeben, so eine Leistung abrufen zu können.“

Am Rande des Turniers gab es allerdings, wo wir gerade bei der PTC-Serie sind, auch negative Dinge zu hören. Denn Bjorn Haneveer wird seine Karriere auf der Main Tour beenden, wie er der Zeitung Sporza mitteilte. „Das PTC-Event in Antwerpen wird mein letztes Turnier sein. Zwar gibt es nun zwölf Turniere mehr und dadurch gibt es natürlich auch mehr Geld zu gewinnen, aber die Ausgaben steigen dadurch auch enorm“, so der beste belgische Snooker-Spieler aller Zeiten.

„Um diese Ausgaben decken zu können, muss ich nebenbei arbeiten. Wenn ich also nicht in der Welt rumreise, dann verdiene ich mein Geld als Handwerker. Dadurch fehlt mir auch die Zeit, ein vernünftiges Training zu absolvieren und darunter leider natürlich auch die Leistung und man befindet sich in einer Negativ-Spirale.“ Sand auf die Mühlen der Kritik, und auch O’Sullivan twitterte fleißig los und prangerte erneut das Format an.

Anders sieht es bei Mark Williams aus, der sich in Belgien zwar in der ersten Runde frühzeitig verabschiedete und Mike Dunn 1:4 unterlag. Aber dafür hat der Waliser sich einen Platz im Finale der Premier League gesichert. Gegen John Higgins gab es eine 1:3-Niederlage im Finale, aber der eine Frame reichte, um sich mit 13 Punkten hinter Judd Trump und Ding Junhui zu qualifizieren.

Und in den nächsten Wochen gibt es Highlights am Fließband zu sehen. Erst gibt die zweite Ausgabe des Power Snooker zu sehen, dann folgt die Qualifikation zum German Masters. Und bevor dann endlich die UK Championship beginnen, gibt es das angesprochene Finale der Premier League zu sehen. Kaum Zeit, das Haus zu verlassen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: