Archiv | Oktober, 2011

Viel Kritik an der Reform der UK Championship

31 Okt

Die UK Championship sind nach der Weltmeisterschaft im Crucible Theatre das größte Turnier auf der Main Tour. Neben Geld und Punkten geht es um Prestige und das wurde in der Vergangenheit auch durch die Anzahl der Frames ausgedrückt, die in der Finalrunde zu spielen waren. 1993 gab es die Änderung, dass im Finale nicht mehr maximal 31 Frames über zwei Tage gespielt wurden wie im Jahr 1990, als Stephen Hendry sich mit 16:15 gegen Steve Davis durchsetzte.

Nach der Änderung waren es noch 19 Frames, die im Höchstfall zu absolvieren waren. Bis zum Halbfinale wurden maximal 17 Frames gespielt und nun kommt die neue Regel: Bis zum Halbfinale reduziert sich diese Anzahl auf lediglich elf Frames. Grund dafür ist die TV-Vermarktung. Denn nun können alle Spiele ab der Runde der letzten 32 übertragen werden.

Diese Regelung besteht schon eine ganze Zeit, doch nun hat Dave von snookerscene.blogspot.com sich im Vorfeld der Qualifikation mit einigen Spielern unterhalten. Die Reaktionen der Protagonisten zu diesem Thema sind nahezu eindeutig. „Ich finde es furchtbar“, sagte Mark Williams. „Es gibt sehr viele Turniere und es gibt überhaupt keinen Grund, die großen zu ändern. Demnächst wird auch die WM geändert, oder wie?“

Auch Dominic Dale ist unzufrieden mit der neuen Regelung: „Die Frames zu reduzieren nimmt auch viel vom Prestige. Dann sollten die dem Turnier vielleicht auch Ranglisten-Punkte kürzen. Alle Spieler werden dagegen sein, denn so wird es zu einer Lotterie. Wie immer stehen die Spieler an zweiter Stelle.“

Stephen Maguire nahm wie üblich kein Blatt vor den Mund: „Sie ruinieren das Turnier. Vom Standpunkt der TV-Sender kann ich es verstehen, aber die UK Championship sind das zweitgrößte Turnier auf dem Kalender. Die Bosse haben gesagt, dass sie die großen Events nicht ändern werden. Nach gerade mal einem Jahr haben sie es gemacht.“

Einzig Stuart Bingham konnte der Änderung auch Positives abgewinnen: „Ich finde es eine gute Idee. Denn alle 32 Spiele werden im TV zu sehen sein. (…) Manche Spieler finden, dass es nicht geht, so ein großes Turnier zu ändern. Aber man muss auch mit der Zeit gehen und ich finde es eine gute Idee.“

PTC-Tour kommt im Januar nach Deutschland

30 Okt

World Snooker hat die Austragungsorte für die letzten beiden PTC-Events bekannt gegeben und das deutsche Publikum darf sich freuen. Denn während das elfte Turnier in der Snooker Academy zu Sheffield ausgetragen wird, geht es zwischen dem 05. und dem 08. Januar wieder nach Deutschland.

Die Snooker-Elite, wenn sie denn anreist, wird dann nach Fürstenfeldbruck kommen. Das ist eine kleine Stadt in Bayern, etwa 25 Kilometer westlich von München entfernt. Für Tickets muss man dabei allerdings recht tief in die Tasche greifen. Denn ein Kombiticket kostet stolze 107 Euro. Weiter offen hingegen ist der Austragungsort für das große Finale.

Ken Doherty veröffentlich seine Biographie

29 Okt

Ken Doherty hat seine Biographie veröffentlicht und darin geht es natürlich darum, wie er es von einem unbedeutenden Amateur zu einem der besten Spieler der Welt gebracht hat. Als Zwölfjähriger saß er mit seinem Vater vor dem TV und sah zu, wie Alex Higgins den WM-Titel gewann. Ab diesem Zeitpunkt war ihm klar, dass er ebenfalls ein Weltmeister werden wollte.

Dave vom Snooker Scene Blog hat als Co-Autor fungiert und sich dabei an einer Art Tagebuch orientiert, das Ken begonnen hat, als er aus den Top 16 gefallen war und auf einmal Qualifikationsturniere bestreiten musste. Dabei geht es nicht nur um den Sport, sondern auch um familiäre Dinge.

Doch Snooker steht natürlich im Mittelpunkt und so schreiben Ken und Dave über seine Tage als Amateur, den WM-Triumph, seine legendären Matches beim Masters, die Affäre um John Higgins und was wirklich passierte, als man ihn wegen Trunkenheit aus dem Flugzeug der Malta Airlines warf.

Hört sich alles recht spannend an und ich denke, als Snooker-Fan sollte man sich dies nicht entgehen lassen. Hier der Link zu dem Buch.

Der Draw zum Masters ist offiziell

28 Okt

Das Masters ist nach der Weltmeisterschaft und der UK Championship sicherlich das wichtigste der Ranking Events, auch wenn es hier nicht um Ranglistenpunkte geht. Beim Masters geht es um Prestige und nur die besten 16 Spieler der Welt sind berechtigt, daran teilzunehmen.

Vom 15. bis zum 22. Januar 2012 wird im Alexandra Palace zu London um Ruhm und Ehre gespielt. Ding Junhui ist der Titelverteidiger und der junge Chinese, der im vergangenen Jahr Marco Fu im Finale besiegte, hat gleich in der ersten Runde die schwere Aufgabe, den viermaligen Champion Ronnie O’Sullivan aus dem Weg zu räumen – im Jahr 2007 hatte beide Spieler in Runde eins schonmal die Ehre, damals setzte sich der Engländer klar mit 10:3 durch.

Leichte Matches gibt es beim Masters nicht und so sieht die erste Runde im Überblick aus:

  • Ding Junhui – Ronnie O’Sullivan
  • Judd Trump – Stuart Bingham
  • Neil Robertson – Mark Allen
  • Mark Williams – Stephen Maguire
  • Mark Selby – Stephen Lee
  • Shaun Murphy – Martin Gould
  • Ali Carter – Graeme Dott
  • John Higgins – Matthew Stevens

O’Sullivan entschuldigt sich

28 Okt

Ronnie O’Sullivan hatte kürzlich erklärt, sich vergewaltigt zu fühlen, da er bei der PTC-Serie mitspielen muss. Natürlich herrscht kein Zwang, allerdings kann er nicht auf die Punkte verzichten, da er sich so oder so schon am Rande der Top 16 befindet und wohl keine Lust darauf hat, eine Qualifikationsrunde spielen zu müssen. Nun hat er sich zumindest für seine Wortwahl entschuldigt und gegenüber World Snooker erklärt:

„Es tut mir wirklich leid, wenn ich jemanden mit meiner Wortwahl beleidigt habe“, so der Engländer. „Ich wollte damit nur ausdrücken, wie ich mich fühle. Aber da habe ich das falsche Wort benutzt. Ich habe einfach nicht drüber nachgedacht, dass es eine Beleidigung sein könnte. Deswegen möchte ich mich persönlich dafür entschuldigen, falls sich jemand angegriffen gefühlt hat.“

Kritik an Barry Hearn wächst

28 Okt

Es gibt diese Woche eine Menge zu berichten, denn die Premier League ist in vollem Gange, das achte PTC-Event ist absolviert, die Weltmeisterschaft der Senioren steht vor der Tür, es gibt Pläne, die Weltrangliste zu ändern und besonders wichtig ist die kleine Meuterei, die Stephen Maguire und Ronnie O’Sullivan als federführende Spieler ins Rollen gebracht haben.

Robertson gewinnt in Killarney

Aber zunächst zum achten PTC Event, dass Alex Higgins gewidmet wurde. Der Nordire war am 24. Juli 2010 verstorben. Neil Robertson setzte sich im Finale mit 4:1 gegen Judd Trump durch und hat nun, wie auch Ronnie O’Sullivan, zwei Erfolge auf der Tour vorzuweisen.

Beeindruckend ist dabei die Weiße Weste des Australiers, der bei acht Finalteilnahmen acht Erfolge verbuchen konnte – zumindest, wenn es um Ranglistenpunkte geht. Trump hatte in einigen Momenten auch ein wenig Pech mit schlechten Ballkontakten, doch der Erfolg von Robertson war hochverdient.

Den vollständigen Artikel gibt es hier

Mark Selby – die neue Nummer eins

28 Okt

Heute wurde die Weltrangliste erstmals in dieser Saison aktualisiert und dabei geht es in erster Linie darum, die Teilnehmer für die kommenden Turniere zu ermitteln. Neben dem Masters und den UK Championship wissen wir nun auch mit Gewissheit, wen wir beim German Masters begrüßen dürfen.

Mark Selby ist die neue Nummer eins, das stand ja schon seit ein paar Wochen fest. Der Jester from Leicester hat die PTC-Turniere fünf und sechs zwar ausgelassen, durch seine Siege beim vierten Event und dem Shanghai Masters hat er jedoch Mark Williams abgelöst und die Welsh Potting Machine auf Platz zwei verwiesen.

Den Rest des Artikels gibt es hier zu lesen

Hello world!

27 Okt

Herzlich willkommen auf meiner Seite. Snooker hat in den letzten Jahren viele neue Anhänger gefunden und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Seit der Übernahme durch Barry Hearn ist aus dem Sport der Insel ein globales Ereignis geworden und auch in Deutschland gibt es mittlerweile ein vollwertiges Ranglisten Turnier – zudem das Paul Hunter Classic.

Hier soll es ab heute regelmäßig um die Turniere der Main Tour gehen, zudem werde ich natürlich auch über die PTC-Serie, die Premier League und die neuen Formate wie Power Snooker berichten.